Gleichberechtigungsfragen betreffen Frauen und Männer

Ilinda Bendler freut sich auf die Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte und ist offen für die Wünsche der Menschen in der Stadt Burgwedel. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Gleichstellungsbeauftragte Ilinda Bendler stellte sich vor

GROSSBURGWEDEL (bgp). Rund ein halbes Jahr war das Büro der Gleichstellungsbeauftragten im Rathaus nicht besetzt. Nun hat Ilinda Bendler ihren Dienst am 1. Oktober angetreten, um sich für die Belange der Gleichstellung von Frauen und Männern in der Stadt Burgwedel einzusetzen.
Die 34-jährige Emsländerin freut sich sehr, den Bürgerinnen und Bürgern langfristig in allen Fragen der Gleichstellung zur Seite stehen zu können, nachdem sie schon erfolgreich in mehreren Projekten zum Thema Integration, Bildung und Antirassismus gearbeitet hat. Zur Zeit verschafft sich die neue Gleichstellungbeauftragte einen Überblick in Burgwedel, lernt ihre Kollegen kennen und schaut sich in den unterschiedlichen Einrichtungen, Verbänden und ehrenamtlichen Initiativen um.
Ilinda Bendler hat die Fächer Soziologie, Geschichte sowie Frauen- und Geschlechterstudien an der Universität Oldenburg studiert. Bereits während des Studiums setzte sie sich für die Gründung einer Arbeitsgruppe gegen Rassismus ein, die dann als Beratungsinstanz in der Universität mit eigenem Etat fest etabliert wurde. „Die Sensibilisierung für die Themen Diskriminierung und Rassismus ist eine Herzenssache“, bekennt die engagierte Verfechterin der Gleichstellung. Über mehrere Jahre hat Bendler Erfahrungen in der Beratung von Leistungsbeziehern nach SGB II ebenso sammeln können wie in der antirassistischen Bildungsarbeit und dem Aufbau von Netzwerken.
Das umfangreiche Spektrum der Gleichstellungsbeauftragten spiegelt sich in den Aufgaben wider, die sich Ilinda Bendler für die Zukunft vorstellt. Natürlich sei es vordringlich, die große Zahl geflüchteter Personen, welche in der Stadt ankämen, zu unterstützen, sagt sie. Außerdem sieht Bendler die Hilfe für Alleinerziehende als weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit und hält sich auch für andere soziale Belange offen.
Die Gleichstellungsbeauftragte ist sehr angetan von dem großen ehrenamtlichen Engagement in der Stadt und freut sich daher auf neue Kontakte und eine konstruktive Zusammenarbeit. Ihr sei es wichtig, dass sich die Angebote an dem orientierten, was benötigt und gewünscht werde, sagt sie.
Die Netzwerkarbeit sieht die Gleichstellungsbeauftragte als maßgeblichen Faktor, der sich auch bei der Einzelfallberatung positiv auswirke. Gerade wenn es um vornehmlich weibliche Opfer von häuslicher Gewalt oder Unterdrückung gehe, sei es gut, wenn man nach eingehender Beratung die Hilfesuchenden an entsprechende Stellen oder Personen verweisen könne, wo sie intensive professionelle und psychosoziale Unterstützung bekämen.
Ihre Sprechstunde solle eine Orientierungshilfe für die Menschen sein: „Ich bin da, um zuzuhören und nächste Schritte zu planen“, fasst sie ihr Aufgabengebiet zusammen. Die Sprechstunde von Ilinda Bendler ist dienstags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr oder nach vorheriger Terminvereinbarung. Die Gleichstellungsbeauftragte ist außerdem unter der Telefonnummer 0 51 39-8973107 und per E-Mail I.Bendler@burgwedel.de erreichbar.