Gewässerschützer untersuchte Brunnenwasser in Burgwedel

Diplomphysiker Harald Gülzow (r.) erläuterte den Interessenten verschiedene Angebote zur Analyse der Brunnenwasserproben. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Analyse im Labormobil gab Aufschluss über Inhaltsstoffe in Proben

GROSSBURGWEDEL (bgp). Viele Burgwedeler Bürger kamen am vergangenen Mittwoch zum Labormobil des VSR-Gewässerschutzes, um Wasserproben aus privaten Brunnenanlagen auf verschiedene Inhaltsstoffe untersuchen zu lassen. Angeboten wurden Basisanalysen zur Bestimmung des Nitrat-, Säure- und Salzgehaltes sowie umfangreichere Untersuchungen auf andere Inhaltsstoffe und Bakterien im selbst geförderten Grundwasser.
Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz hatte im Labormobil auf dem Domfrontplatz alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Flaschen mit Wasserproben entgegen zu nehmen, welche ihm von Burgwedeler Bürgern gebracht wurden. Im Vorfeld der kostenpflichtigen Analysen erkundigte sich der Diplomphysiker nach der Verwendung des Grundwassers und erläuterte, welche Untersuchungen bei bestimmten Verwendungszwecken sinnvoll sind. Wird das Wasser zum Füllen eines Planschbeckens genutzt, ist es wichtig, die Nitratkonzentration zu kennen, da höhere Konzentrationen zu Algenbildung und Biofilmen führen. Der Nitratwert ist auch ein wichtiger Faktor für den Anbau von Gemüse. Nitrathaltiges Gießwasser erhöht den Nitratgehalt im Boden, sodass sich die Konzentration des Nitrats auch im Gemüse erhöht. Dieses muss bei einer Düngerberechnung berücksichtigt werden.
Die Qualität ihres Grundwassers wollte auch Erika Rust aus Großburgwedel erfahren. Sie war sich mit Ulrich Meyer, der ebenfalls eine Grundwasserprobe zum Labormobil brachte, einig darüber, dass die Qualität des Wassers stimmen sollte, wenn die Enkel im Planschbecken toben.
Die Interessenten hatten die Möglichkeit, das Ergebnis der Analyse schon gegen Ende der Aktion abzuholen oder bei umfangreicheren Untersuchungen eine Bewertung per Post zu erhalten. Das Team vom VSR-Gewässerschutz spricht dazu Empfehlungen aus, für welchen Zweck das Wasser geeignet ist. Sobald die Messergebnisse vorliegen, beraten die Gewässerexperten, inwieweit das Wasser mit Schadstoffen belastet ist und ob es zum Gießen, zum Befüllen eines Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken verwendet werden kann. Die Messergebnisse werden für Studien verwendet und kartiert, um regionale Belastungen aufzudecken. Die Messwerte werden dabei nur mit der Ortszugehörigkeit verwendet, genauere Standorte der Brunnen werden nicht erfasst.
Weitere Fragen zum Thema Brunnenwasserqualität beantwortet der Experte Harald Gülzow immer freitags zwischen 09.00 Uhr und 12.00 Uhr unter der Rufnummer 0 28 31/9 76 33 42.