Geschäftiges Treiben beim Schulbasar der Pestalozzi-Schule

Eine Vielzahl kreativer Geschenkideen präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Schule auf dem Schulbasar. (Foto: Renate Tiffe)

Kunsthandwerk als Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit

GROSSBURGWEDEL (ti). Alle zwei Jahre lädt die Pestalozzi-Schule im November zum Schulbasar ein. Alles was die Mädchen und Jungen im Werk- und Textil-Unterricht, in der Kunsterziehung sowie der Hauswirtschaft hergestellt haben, wird in der Pausenhalle und der Aula feilgeboten.
Eine gute Gelegenheit, sich in der Öffentlichkeit darzustellen. Besucher fanden sich auch in diesem Jahr wieder reichlich ein. Zum siebten Mal öffnete die Schule am Samstagnachmittag ihre Tür.
Ein verführerischer Duft von Waffeln und gebrannten Mandeln hat sich über dem geschäftigen Treiben in der Pausenhalle breitgemacht. Nicht ohne Spannung erwarten die Schülerinnen und Schüler an den Ständen Interessenten und Käufer für ihre selbstgefertigten Ausstellungsstücke - allesamt Unikate, ob es die orangefarbenen Windlichter, die Klappkarten mit dem Tannenbaum, die nicht zu übersehenden Engel mit den gipsernen Flügeln und den kugeligen Köpfen, die farbenfrohen Filzarbeiten, die steinernen Tischanhänger oder die ideenreich gestalteten Ketten sind.
Buttons zum Selbermachen wurden angeboten. An einem Extra-Tisch konnten Kinder größere Papiertüten gestalten, mit Tusche bemalen oder mit farbigen Steinen und selbstgebastelten Sternen bekleben. Stolz zeigt eine Schülerin ihr aus Drähten gearbeitetes Modell der St. Petri-Kirche. Mit viel Liebe haben die Jungen und Mädchen Freundschaftsbänder hergestellt. Und mit handgeschriebener Anleitung sind die Sorgenpüppchen versehen. Einem südamerikanischen Brauch zufolge sollen sie die Lasten des Alltags vergessen lassen, wenn man sie nachts unter das Kopfkissen legt und ihnen davon erzählt.
Mit ihrem Lehrer ausprobiert haben die Schüler die beste Gewürzkombination für die gebrannten Mandeln, die nun tütchenweise für einen Euro über den Tisch gehen. Eine Auswahl an Marmeladen gab es an einem der nächsten Tische zu kaufen. Überhaupt: Das eine oder andere kleine Geschenk zu Advent oder Weihnachten konnte schon erstanden werden.
Der Schulleiter Dirk Hüsken sieht den Schulbasar als eine willkommene Gelegenheit für die Förderschule an, in der Stadt auf sich aufmerksam zu machen. Das Handwerk, auch das Kunsthandwerk mit den unterschiedlichsten Materialien sei ein großer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit.
23 Lehrkräfte, unterrichten zurzeit 85 Schülerinnen und Schüler hauptsächlich aus der Region und der Stadt Hannover in Bezug auf ihre emotionale und soziale Entwicklung (ES-Klassen). 42 werden in ihrer geistigen Entwicklung gefördert (GE-Klassen). Auch für diese Kinder und Jugendlichen gilt die 12-jährige Schulpflicht. Die Pestalozzischule versteht sich als Durchgangsschule. Im Jahr 2011 haben neun Schülerinnen und Schüler den Hauptschulabschluss geschafft.