Gemeinsamkeiten finden - die Unterschiede feiern . . .

Mittlerweile Tradition: das Ständchen „Zum Geburtstag viel Glück“ in elf Sprachen für die Geburtstagskinder der Zwischenzeit gesungen. Das jüngste Geburtsgskind war gerade drei Wochen alt. (Foto: Renate Tiffe)

Ein Beitrag von Renate Tiffe - 40 Teilnehmerinnen beim Interkulturellen Frauenfrühstück in Burgwedel

GROSSBURGWEDEL (ti). „Gemeinsamkeiten finden – Unterschiede feiern“ ist das Motto der Interkulturellen Woche, die in diesen Tagen wie in jedem Jahr bundesweit in vielen Kommunen begangen wird. Die Stadt Burgwedel, die 2013 mit einem großen Programm hervorgetreten war, beteiligte sich diesmal unter anderen mit einer Aktion beim Interkulturellen Frauenfrühstück an der Veranstaltungsreihe.
Es ist einerseits der feste Kreis von Frauen in- und ausländischer Herkunft, die sich seit 2012 zum Frauenfrühstück treffen. Andererseits kommen auch immer wieder neue Gesichter hinzu. Eine vertraute, wie selbstverständliche Stimmung ist mittlerweile vorherrschend, die aber auch immer wieder gespannt sein lässt auf Neues. Das macht die Burgwedeler Art, Integration zu schaffen, so attraktiv. 40 Teilnehmerinnen hatten sich diesmal im großen Raum der Senioren-Begegnungsstätte eingefunden.
Im Vordergrund stand das Motto der Interkulturellen Woche. Dinge, die allen Frauen gleich welcher Herkunft, gemeinsam sind, wurden ins Blickfeld gerückt. Auf einem Tisch war vieles von dem ausgebreitet, mit dem Frauen überall hantieren: Kochutensilien und Rezepte, Wolle und Stricknadeln, Bücher und vieles mehr bis hin zum Doktorhut. Jeweils zwei oder drei Teilnehmerinnen konnten einen der Gegenstände für sich auswählen und sich damit fotografieren lassen, um das Gemeinsame für die Erinnerung festzuhalten. Es wurde viel von dem Angebot Gebrauch gemacht.
Sandra Ahnen Burgwedels Gleichstellungsbeauftragte, die für die Organisation des Tages zuständig war, nutzte die Gelegenheit, gleichzeitig die fertigen Faltblätter „Willkommen in Burgwedel“ vorzustellen und zu verteilen. Entstanden sind sie aus der Zusammenarbeit von Frauen, die sich beim Frauenfrühstück kennengelernt haben. Sie wussten am besten, was diejenigen brauchen, die neu in eine fremde Stadt, in ein fremdes Land kommen. Und so sind - vorerst in drei Sprachen, Deutsch, Englisch und Arabisch – alle Adressen zusammengetragen worden, von Ansprechpartnern im Rathaus, von Jobcenter und der zuständigen Ausländerbehörde bis hin zu zu Stellen für besondere Hilfen und Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Das Frauenfrühstück durfte nicht fehlen.
Das nächste offizielle Treffen dieser Art ist für den 17. Dezember vorgesehen.
Für die Initiative „Kulturelles Miteinander“, die sich inzwischen herausgebildet hat, schienen die vierteljährlichen Zeiträume zu lang zu sein für ein intensiveres Kennenlernen. Regina Gresbrand, ursprüngliche Initiatorin des Frauenfrühstücks, kündigte an, dass es auch zwischendurch das gemeinsame Frühstück geben soll, dann wieder wie von Beginn an auf ein Herkunftsland bezogen. Diesmal konnten sich die Frauen sozusagen an einem „best of“ aus mehreren Ländern stärken.