Gemeindehaus der St. Marien-Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Mit Spannung warteten die kleinen Sängerinnen und Sänger aus dem St. Marien Kindergarten vor dem Gemeindehaus auf ihren musikalischen Einsatz vor einem großen Publikum. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Erntedank-Gottesdienst und Einweihung locken viele Besucher

ISERNHAGEN KB (bgp). Großer Andrang herrschte im Gottesdienst zum Erntedankfest und bei der anschließenden feierlichen Einweihung des Gemeindehauses der St. Marien-Kirchengemeinde. Nach umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten wurde das Gebäude nun wieder seiner bisherigen Bestimmung übergeben.
Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, als die Erntefrauen in traditionellen Festgewändern zu Beginn des Gottesdienstes ihre Erntegaben feierlich in die Kirche trugen. Untermalt wurde die bäuerliche Tradition des Erntedankfestes noch durch eine Lesung aus der Bibel in plattdeutscher Sprache. Doch die St. Marien-Gemeinde hatte am vergangenen Sonntag nicht nur den Dank für die Ernte zu feiern, sondern auch den Bezug des frisch umgebauten Gemeindehauses.
Pastor Karsten Henkmann hielt in seiner Predigt nicht damit hinter dem Berg, dass es bisweilen Schwierigkeiten beim Umbau gegeben und es daher etwas länger als geplant gedauert habe. Im Frühjahr 2014 habe man mit dem Umbau begonnen und die Eröffnung sei eigentlich für den März 2015 geplant gewesen.
Nun sei jedoch alles fertig und dieser besondere Tag zum Erntedank sei gut geeignet, um auch die Einweihung zu feiern. Den Brückenschlag vom Erntegottesdienst zum realen Leben vollzog Henkmann mit einem Bibelzitat aus dem Matthäusevangelium „Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen“, um zu betonen, dass sich nun alles glücklich gefügt habe und man sich über das Ergebnis freue. Der Einladung zur anschließenden Einweihungsfeier im Gemeindehaus folgten die Besucher gern und machten sich nach dem Gottesdienst auf in den Martin-Luther-Weg.
Dort wartete bereits eine aufgeregte Gruppe von kleinen Kindern, die sich in den vergangenen Wochen im Kindergarten der St. Marien-Gemeinde auf das große Ereignis vorbereitet hatten. Sie erfreuten das Publikum mit fröhlichen Liedern, begleitet auf der Gitarre von Erzieherin Sabine Herzig. Nachdem Pastor Henkmann mit Ragna von Wulffen, der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, das rote Band durchschnitten hatte, strömten die Festteilnehmer durch den neuen barrierefreien Eingang in die Räumlichkeiten des Gemeindehauses.
Im vorderen Bereich lädt ein großzügiger Raum mit offener Küche zum Verweilen ein. Der Gemeindesaal wirkt durch die Farbgebung und Beleuchtung nun heller und weiter. Dieser füllte sich bereits nach kurzer Zeit mit Gästen, die sich mit angebotenen Getränken und kleinen Köstlichkeiten stärkten und den Festreden zuhörten. Die Symbolik und Funktion des neuen alten Gemeindehauses wurde deutlich in der Ansprache des beteiligten Architekten Dipl.-Ing. Eckard Rechenbach: „Aus einem Umbau wurde ein umfassender Bau“.
Sinngemäß äußerte sich auch Pastor i. R. Volker Buttler, der das Gebäude als „Zentrum der Kirchengemeinde und des ganzen Ortes“ bezeichnete. Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Behrens zeigte sich dankbar für die Wiedereröffnung des Gebäudes, denn viele Gaststätten mit einem großen Saal seien mittlerweile geschlossen und Versammlungsräume rar geworden. Antiquitäten-Händlerin Ruth Cremer übergab zusammen mit Ehemann Fritz Cremer ein Seidenbild und ein Sticktuch mit biblischen Motiven für die Gestaltung der Wände. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Liedern des Kinderchores der St. Marien-Gemeinde und des Shanty-Chores Isernhagen HB.