Gelungenes Weihnachtsstück für kleine und große Besucher

Von den beiden eher tolpatschigen Räubern erfährt das letzte Einhorn, dass es eigentlich keine Einhörner mehr gibt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Das letzte Einhorn“ zog alle Besucher in seinen Bann

GROSSBURGWEDEL (hhs). Jedes Jahr findet in den letzten Tagen vor Weihnachten in der Aula des Gymnasiums das Weihnachtsmärchen statt. Die Stadt Burgwedel lädt dazu alle Kinder ein, und in diesem Jahr wurde etwas ganz Besonderes auf die Bretter, die die Welt bedeuten gebracht: Das Familienmusical „Das letzte Einhorn“, nach dem bekannten Roman von Peter S. Beagle und der Musik von Christian Gundlach. Das Musical wurde „bei vollem Haus“ in der Aula vom Theater für Niedersachsen (TfN) aufgeführt und riss die mehrheitlich kleinen Besucherinnen und Besucher immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin.
Die Geschichte um das letzte Einhorn ist bekannt: Das in wäldlicher Idylle lebende Einhorn hört eher zufällig, dass es keine Einhörner mehr gibt, seit der böse König Haggard diese alle vom Roten Stier einfangen ließ und nun gefangen hält. Das Einhorn kann das nicht glauben, von den Menschen wird es für ein weißes Pferd gehalten, es geht auf die Suche nach seinen Artgenossen und verlässt den Wald. Dort gerät es in eine Falle der bösen Hexe Mommy Fortuna. Diese will das Einhorn in ihrem Mitternachtskarneval zur Schau stellen.
Aus dieser Not befreit der Zauberlehrling Schmendrick das Einhorn, gemeinsam machen sie sich weiter auf die Suche. Sie treffen auf den Räuberhauptmann Cully und dessen Braut Molly Grue. Und siehe da: Molly Grue sieht nicht das weiße Pferd sondern das Einhorn. Sie schließt sich ihm und Schmendrick an und sie treffen in der Nähe von Haggards Schlosses auf den Roten Stier. Schmendrick kann das Einhorn retten, indem er es schnell in einen Menschen, Lady Amalthea, verwandelte. Die Freunde durchsuchen das Schloss nach weiteren Einhörnern, wobei sich Prinz Lir unsterblich in Lady Amalthea verliebt.
Dann wird's brenzlig: Am Strand, kurz bevor Amalthea für immer ein Mensch bleiben muss, trifft sie am Strand auf den Roten Stier. Schmendrick verzaubert Amalthea wieder in das Einhorn, das den Roten Stier nun ins Meer treibt. Ein ähnliches Schicksal ereilt Haggard: Mit seinem Schloss stürzt er auch in die Fluten. Auf diese Weise wurden alle anderen Einhörner, die im Meer gefangen gehalten wurde, befreit.
Die Musik war einfühlsam und die Choreografie zog kindgerecht einen gelungenen Bogen von Klassik bis hin zu Slapstick. Das begeisterte große wie kleine Besucher über die Maßen, was sich am Ende in deren riesigem Applaus und mehreren Vorhängen zeigte. Es war eine Weihnachtsüberraschung für die Besucherinnen und Besucher, wie sie gelungener nicht hätte sein können.