„Gelbe Füße“ und Warnwesten für mehr Sicherheit

Kontaktbeamtin Antje Schneider und die 20 Erstklässler im Einsatz für mehr Sicherheit: Die ersten Gelben Füße werden auf das Pflaster gesprüht. (Foto: Hans Hermann Schröder)

ADAC verteilt Warnwesten kostenlos an alle Schulanfänger

KLEINBURGWEDEL (hhs). In Deutschland werden jedes Jahr 31.000 Schulkinder bis zum 15. Lebensjahr jährlich in Verkehrsunfälle verwickelt. „Viel zu viele“, sagt Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. Er hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft über eine Aktion des ADAC übernommen, die unter der Bezeichnung „Mehr Sicherheit mit Felix und Frieda“ läuft.
Felix und Frieda sind Verkehrsdetektive, kleine leuchtende Figuren auf den gelben Warnwesten, die jetzt bundesweit an die Schulanfänger verteilt werden, und den Erstklässlern helfen sollen, Unfälle auf dem Schulweg zu vermeiden. An der Grundschule Kleinburgwedel haben die 20 Kinder der ersten Klasse gestern die Westen erhalten, und dann ging es hinaus auf die Straße, mit Klassenlehrerin Gabriele Engeling und der Kontaktbeamtin des Polizeikommissariates Großburgwedel, Antje Schneider, die dazu noch eine Farbsprühdose und zwei Matrizen für die bekannten „Gelben Füße“ mitgebracht hatte.
Ähnliche Projekte sind schon an vielen Grundschulen Burgwedels gelaufen in den vergangenen Jahren. Sie alle haben das Ziel, die Kinder zunächst einmal gut sichtbar zu machen in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit. Die Kinder sollen die gelben Warnwesten deswegen jeden Tag anziehen. Eltern seien gut beraten, immer darauf zu achten, dass die lieben Kleinen die Westen tragen, wenn sie sich hinaus in den Straßenverkehr begeben, sagt die Kontaktbeamtin. Allerdings sind auch die Kraftfahrer angesprochen: „Wer die gelben Westen im Scheinwerferlicht sieht, nimmt besser den Fuß vom Gas“, sagt sie.
Dann waren direkt am Gehwegrand zum Kindergarten hinüber die Gelben Füße an der Reihe. Antje Schneider legte die beiden Matrizen nebeneinander auf den Kantstein und sprühte dann die Gelben Füße auf das Pflaster. „Wenn die beiden Füße so nebeneinander sind, dann heißt das: Hier bleiben wir stehen und schauen nach links und rechts und dann noch einmal nach links. Wenn keine Radfahrer oder Autos kommen, dann können wir hinübergehen“. Das übten die Kinder nun. „Links, rechts und links“, sagten sie und schauten dort auch hin, und wenn kein Fahrzeug kam, dann wechselten immer zwei Kinder auf die andere Straßenseite, bis alle drüben waren.
„Wir wollen erst einmal die Hauptrouten zur Schule, die die Kinder zurücklegen müssen, mit den Gelben Füßen versehen“, erklärte Birgit Schneider das Vorgehen, und dann auch an den wichtigsten Übergängen, die sie über die Wallstraße nehmen müssten. Und immer wieder mussten die Kleinen dabei üben, nach links, rechts und wieder links zu schauen. Gerade Erstklässler seien unerfahren im Straßenverkehr und ließen sich leicht ablenken, fuhr die Kontaktbeamtin fort. Aber es seien auch die Kraftfahrer gefordert: Immer größte Vorsicht walten lassen, wenn gelbe Warnwesten am Straßenrand auftauchen.