Gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt

Wettmars Ortsbürgermeister Erwin Fette legte einen Kranz am Mahnmal in Wettmar nieder. (Foto: Schröder)

Rege Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger trotz strömenden Regens

WETTMAR (r). Der Volkstrauertag findet in der Bundesrepublik Deutschland immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent statt. Die Initiative zu diesem sogenannten „Stillen Gedenktag“ ging im Jahr 1952 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aus.
An diesem Tag wird seitdem der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Am vergangenen Sonntag fanden die Gedenkfeiern in allen Ortsteilen der Stadt Burgwedel statt. In der Ortschaft Wettmar hatten sich die meisten Teilnehmer zuvor in der St. Marcus-Kirche zum Gottesdienst eingefunden. Anschließend zogen alle unter den Klängen des Feuerwehrmusikzuges bei strömendem Regen zum Mahnmal.
Es war nicht einfach für Ortsbrandmeister Weigt, sich bei Windböen und einem Regen-Graupelgemisch Gehör zu verschaffen. Am Mahnmal hatten sich noch knapp 30 weitere Bürgerinnen und Bürger eingefunden. begann
„An diesem Volkstrauertag würden wir einerseits der vielen gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege gedenken. Andererseits gehe es aber auch um die Erinnerung der Leiden der vielen anderen Opfergruppen“, eröffnete Ortsbürgermeister Erwin Fette seine Gedenkrede. Er erinnerte an alle Toten, die dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer gefallen sind, an die vielen ermordeten behinderten Menschen, an politische Opfer, Andersdenkende, politische Gegner, bekennende Christen. Dann schlug Fette einen Bogen auch zu den Opfern der Kriege unserer Tage, zu den Opfern des Terrors und zu den Opfern von Hass und Gewalt. „Wir teilen den Schmerz der Leidtragenden. Und wir sehen unsere Verantwortung für den Frieden in aller Welt“, endete der Ortsbürgermeister.
Dann legte er im Namen aller Ortsratsmitglieder einen Kranz am Mahnmal nieder. Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel und vier Konfirmandinnen und Konfirmanden schlossen daran mit einem beeindruckenden Vergebungsgebet an. Zum Schluss spielte der Feuerwehrmusikzug Wettmar unter der Leitung von Jens Kalmbach die Nationalhymne. Sie ging nicht im Unwetter unter, was auch daran lag, das der Musikzug eindrucksvoll Unterstützung von gut einhundert mitsingenden Besuchern der Gedenkfeier erhielt.