Fundsachenversteigerung brachte 1608 Euro für die Stadtkasse

Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Versteigerung nutzten viele Interessenten die Gelegenheit, die Fundsachen in Augenschein zu nehmen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mehr als 200 Interessenten kamen zur Rathausterrasse

GROSSBURGWEDEL (hhs). Zweimal im Jahr steht die Rathausterrasse im Mittelpunkt des Interesses der Großburgwedeler: wenn die Schützenkönige ihre Ketten zurückgeben und die Stadt Burgwedel zur Fundsachenversteigerung bittet. Am Donnerstag war es wieder soweit: Mitarbeiter des Bauhofes hatten die 50 Fahrräder in zwei Reihen zur Vorbesichtigung aufgestellt. Oben auf der Terrasse befand sich alle andere, was einen neuen Besitzer brauchte, einige Uhren, Modeschmuck, ein Feuerlöscher und eine Schubkarre, von der das Neue kaum von war, eine Bettdecke für den Winter noch verpackt und Kleidung.
Florian Berner von der Stadtverwaltung hatte die Rolle des Auktionators übernommen. Eine halbe Stunde vor Beginn gab er die Fundsachen zur Besichtigung frei. Die Gründe für den Besuch der Versteigerung waren bei den Anwesenden ganz unterschiedlich: Der eine suchte zwei gut erhaltene 28er Vorderräder für seine beiden Räder zu Hause. Ein anderer „wollte nur einmal schauen, ob ein Fahrrad für meine Tochter dabei ist“ und dann war da noch Sammler, der alle Fundsachenversteigerungen abklappert und nach Uralt-Fahrrädern schaut. Er sammele alte Räder, sagte er, und man finde bei diesen Versteigerungen Ersatzteile, die es anderswo nicht mehr gibt. Er war auf der Suche nach einer Hebelbremse und fand gleich zwei Exemplare.
Pünktlich um 15.00 Uhr begann Florian Berner mit der Auktion. Gut zwei Stunden später war die Versteigerung vorüber.
Er zog am nächsten Morgen eine positive Bilanz: Nur ein Fahrrad sei nicht unter den Hammer gekommen und werde nun verschrottet. Ein Rehberg-Rad erzielte mit 101 Euro den höchsten Preis, insgesamt habe er 1608 Euro für die Stadtkasse eingenommen. Nach der Versteigerung sah man nur zufriedene Gesichter: Der Mann, der die Vorderräder suchte, schob zwei Räder zum Parkplatz, die Tochter des anderen Herrn, der eigentlich nur schauen wollte, fährt jetzt ein hübsches rotes Fahrrad und der Sammler hat auch ein Rad gefunden, „mit Hebelbremse und einem richtig alten Dynamo“, strahlte er.