Fuhrberger Schützen feierten fröhliches Schützenfest

Ehrentanz: Armbrustkönigin Daniela Warnecke und ihr Ehemann Henning drehen gekonnt ihre Runden im Dreivierteltakt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mehrere hundert Teilnehmer beim großen Festumzug

FUHRBERG (hhs). Die Fuhrberger Schützen können auf ein rundum gelungenes Schützenfest zurückblicken. Schützenchef Karsten Segger zeigte sich hochzufrieden zum Höhepunkt des Festes, der in Fuhrberg traditionell dem Schützenkönig zukommt.
Dessen Schützenscheibe, die wichtigste aller Schießwettbewerbe beim Schützenverein Fuhrberg, wird immer am Sonntag zum König nach Hause gebracht. Der Weg dorthin zu Henning Warnecke war kurz, deswegen wurde noch eine Runde über die Alte Burgwedeler Straße „von hinten rum auf den Hof Warnecke“ gemacht. Aber auch so war es hin und zurück weniger als ein Kilometer.
Der Zug der Teilnehmer war lang: Alle Fuhrberger Vereine erwiesen den Schützen die Ehre, wobei die Ortsfeuerwehr mit allen Abteilungen und Musikzug wie immer das aufwändigste Kontingent stellte, Gesangverein, Reservisten, Tanzsportclub, Sportverein, dann die befreundeten Nachbarvereine aus Großburgwedel einschließlich des Musikzuges, und die Kleinburgwedeler Vorderladerschützen, die am kommenden Wochenende zum eigenen Schützenfest bitten. Der musikalische Rahmen dieser Veranstaltung war beeindruckend: Der Fanfarenzug Thönse überzeugte wie seit vielen Jahren, und das Drum Corps Blue Eagles aus Mehrum stand den Thönsern kaum nach.
Auf Warneckes Hof dauerte es etwas länger als sonst: Hier waren mehrere Scheiben anzunageln: Einmal die aktuelle Königsscheibe für Schützenkönig Henning Warnecke, dann eine restaurierte Scheibe seines verstorbenen Vaters und schließlich noch eine aktuelle Scheibe für seine Frau Daniela, die in diesem Jahr mit der Armbrust am zielsichersten schoss. Die Armbrustscheibe war am Vortag „verloren gegangen“, ebenso Daniela Warneckes Königsorden. Aber auf „wunderbare Weise“ war alles wieder aufgetaucht. „Halt Deine Plünnen in Ordnung“, flachste Fuhrbergs Schützenchef.
Als alle drei Scheiben angenagelt waren, folgte der Königstanz, an dem alle diesjährigen Könige traditionell mit tanzten. Ein prächtiges Bild, wenn alle Paare sich wie Planeten um ihren Schützenkönig im Dreivierteltakt herum bewegen. Beiläufig erzählte Henning Warnecke, eigentlich wollte er in diesem Jahr um den Titel des Bürgerkönigs kämpfen, weil er das Ortswappen auf der Scheibe so schön findet. Das sei ihm aber nicht gelungen.
Karsten Segger ging dann auf die Schützentradition im Hause Warnecke ein. Der Vater des Schützenkönigs, auch Henning mit Namen, habe 1975 und zwei Jahre darauf 1977 die Königsscheibe gewonnen. Sein Sohn Henning mache es ihm nun nach: 2013 die erste Scheibe und nun 2015 die zweite. Wenn das keine Tradition ist? Es ist die Kraft, aus der heraus das Schützenwesen sich immer wieder selbst als zukunftsfähig erweist.