Fuhrberger feierten Richtfest ihres Frischmarktes

Richtfest am Fuhrberger Frischmarkt v.l.: Betreiber Torsten Pagel, Andreas Witte vom Ortsrat, Zimmermeister Frank Töllner, Stahlbauer Matthias Knapp und Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Neubau liegt voll im Zeitplan: Eröffnung am 15. November

FUHRBERG (hhs). Torsten Pagel, der zukünftige Betreiber des neuen Frischmarktes in Fuhrberg, strahlte am Dienstag über das ganze Gesicht: Gut 200 Fuhrberger, offenbar alles künftige Kunden des neuen Lebensmittelmarkts befanden sich schon auf dem Gelände an der Mellendorfer Straße. Und aus der Ortschaft strömten noch mehr Bürgerinnen und Bürger zum Richtfest.
Am Ende sind es knapp 500 Besucher gewesen, die an diesem traditionellen Akt teilnahmen. Die meisten machten zuerst einen Rundgang durch den großen Raum. Ein Teil der Außenwände in der großen Stahlkonstruktion war schon fertiggestellt. Nach hinten raus klafften noch einige Lücken und das Dach fehlte auch noch. Das tat der allgemeinen Freude aber keinerlei Abbruch. Das ganze Dorf ist froh, dass das Warten auf Sichtbares nun endlich beendet ist.
Ein wenig über dem Dach ragte schon eine Richtkrone heraus. „Ein richtiges Ding“, lobte ein Gast. Die Krone sei so groß und schön, dass sie selbst dem Neubau einer arrivierten Lebensmittelkette alle Ehre machen würde. Für den Richtspruch hatte sich Matthias Knapp, Stahlbauer am neuen Frischmarkt, Gedanken gemacht. In lustiger aber auch nachdenklicher Versform ließ er noch einmal die wechselvolle Geschichte des Frischmarkts Revue passieren.
Er erinnerte an den Lebensmittelnotstand in der Ortschaft, die Initiative der Fuhrberger, ihren Markt selbst zu finanzieren, die Tücken und Unwägbarkeiten des Genehmigungsverfahrens, dem jetzt endlich der Neubau der Halle folge, der gut verlaufe, und vor allen Dingen voll im Zeitplan liege. Dann wurden die Schnapsgläser gefüllt und die Segens- und Glückwünsche formuliert. Danach haben die Frischmarkt-Protagonisten oben auf dem Gerüst altem Brauch gemäß ihre Gläser auf der Betonplatte zerschmettert.
Dann war Ortsbürgermeister und Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Heiner Neddermeyer an der Reihe: Es sehe alles danach aus, dass der Frischmarkt wie geplant am 15. November seine Türen zum ersten Mal für die Kundinnen und Kunden öffnen werde. Das Richtfest sei auch ein guter Anlass, die zukünftigen Betreiber des Markts kennenzulernen. Er selbst wünsche sich, fuhr Neddermeyer fort, dass dieser Markt von den Fuhrbergern auch richtig gut angenommen werde. „Dann hat sich die aufwändige Planung wirklich gelohnt“.
Das werde sich wohl lohnen, so diskutierten es die zukünftigen Kunden an den Ständen, Tischen und Bänken. „Wenn ich jetzt wegen eines halben Pfund Butters nach Großburgwedel oder Mellendorf fahren muss, dann kostet die Butter etwa einen Euro und die Fahrt hin und zurück ungefähr acht Euro“, so die Rechnung einer älteren Dame. „Und wenn das Sortiment dann so ausfällt, wie es beschrieben worden ist, dann gibt es kaum noch einen Grund für mich, wegen Lebensmittel unnötig Geld zu verfahren“, brachte sie es auf den Punkt.