Frühjahrsputz am Würmsee bei klirrender Kälte

Gemeinsam packten Kleinburgwedeler und Würmsee-Siedlungs-Bewohner mit an, um das Ufer des Sees von Gestrüpp und Totholz zu befreien. Ein Frühjahrsputz, der den Auftakt für weitere Maßnahmen bilden soll. (Foto: Anna Kentrath)

Reichlich Gestrüpp und Äste für das Kleinburgwedeler Osterfeuer

KLEINBURGWEDEL (ak). Bitterkalt war es vergangenen Samstagmorgen, ein eisiger Wind schnitt selbst durch wetterfeste Kleidung. Doch auch wenn das Wetter nicht gerade einladend wirkte, fanden sich mehr als 20 Freiwillige auf dem Dorfplatz in Kleinburgwedel ein, um tatkräftig die Aktion des Ortsrates, den diesjährigen Frühjahrsputz in „Wald und Flur“ am Würmsee zu unterstützen.
„Rechtzeitig zum Frühlingsanfang, bei launigem Wetter“, scherzte Ortsbürgermeister Jürgen Schodder, rücke man aus, um „Totholz und abgeschnittenes Gestrüpp“ rund um den Würmsee einzusammeln. Dies sei der einzig mögliche Zeitpunkt für eine solche Aktion, und zwar unter zwei Gesichtspunkten: Zum einen müsse das Strauchwerk entfernt werden, ehe Vögel dieses als Nistplatz annehmen, zum anderen wolle man das hoch aufgetürmte Gestrüpp und die Äste beim Osterfeuer verbrennen, um Kosten zu sparen, die sonst etwa bei der Fahrt zur Deponie anfallen würden.
Nicht nur Kleinburgwedeler packten tatkräftig mit an auch an die 15 Bewohner der Würmsee-Siedlung waren fleißig mit von der Partie. Jürgen Schodder freute sich über die gelungene Zusammenarbeit, schließlich sei es auch eine „Chance für die Grundstücke“ am Würmsee. Die Aufräumarbeiten sollen schließlich der Schritt sein, eine Basis schaffen, um in der Folge das Würmseekonzept in die Tat umsetzen zu können. Im Blickpunkt lagen hierbei die Uferbereiche, die von allerlei Totholz, Baumschnitt, Unrat und anderen Hindernissen befreit werden mussten.
Die freiwilligen Helfer wurden mittags im Obergeschoss des Feuerwehrhauses mit einem stärkenden Imbiss belohnt, einige Hartgesottene hielten aber sogar auch danach noch bis 16.00 Uhr aus, um die letzten Reste mit den Treckern abzutransportieren. 40 Fuhren gingen am vergangenen Samstag vom Würmsee zum Osterfeuerplatz. Kommen erst noch die üblichen Anteile aus dem Dorf, dürfte das Osterfeuer ordentliche Ausmaße annehmen, mutmaßte Schodder und fügte scherzend hinzu, ein großes heißes Feuer sei „ausgleichende Gerechtigkeit“ für die bittere Kälte derzeit. Vor Ort entschädigte die zahlreichen Helfer aber sicher erst einmal der Blick über den glitzernden Würmsee: Da wusste man, wofür man gern etwas fror.