Fröhliches Oktoberfest an der Heimatdiele Wettmar

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wettmar sorgte für beste musikalische Unterhaltung. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Bayrische Gemütlichkeit bei Weißwurst, Bier und guter Musik

WETTMAR (hhs). Am vergangenen Samstag hatte der Förderverein des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Wettmar wieder zu seinem Oktoberfest eingeladen. Oktoberfeste sind dem großen Münchener Vorbild, der „Wiesn“ nachempfunden, einem Spektakel, an dem Jahr für Jahr knapp sieben Millionen Menschen aus aller Welt teilnehmen. In Wettmar waren es Gott sei Dank weniger.
Zwei kleine Zelte waren aufgebaut, eins für die Verpflegung von Kuchen bis Weißwurst mit Brot oder Salat, das andere als kleiner Schutz vor Wetterunbilden. Dazu stilechte Bierzeltgarnituren und natürlich ein Getränkestand mit den typischen Oktoberfestgetränken und in der windgeschützten Ecke am Zugang zur Heimatdiele spielte der Musikzug der Wettmarer Wehr.
Etwas davor und damit zugiger war Timo, der Musiker, DJ und Entertainer aus Hänigsen, wie er sich selbst bezeichnet, platziert. Er hatte das Motto Oktoberfest sehr ernst genommen und sich das passende Outfit zugelegt: Krachlederne an den Beinen, bayerische Hosenträger, groß kariertes Hemd und Haferlschuhe. Und er hatte auch die entsprechende Oktoberfestmsuik im Gepäck. Dabei präsentierte er, zum großen Vergnügen der Besucher, auch den ein oder anderen lockeren Spruch.
Feuerwehrmusikzug und Timo spielten abwechselnd, und dabei ließen sich die Gäste Kaffee und Kuchen schmecken. Mit der Zeit füllten sich die Bänke, und als es kühler wurde, die Sonne tiefer stand, rückte man einfach dichter zusammen. Das sorgte schon für etwas mehr Nähe und damit Wärme, und als man allgemein zum Schunkeln über ging, war niemandem mehr kühl an der Heimatdiele.
Ganz ernsthaft wollte natürlich niemand in Wettmar dem großen Münchener Vorbild auch nur im geringsten Konkurrenz machen. Es konnte sich allenfalls um einen Übungsabend für alle handeln, die in diesem Jahr eine Fahrt zum Münchener Oktoberfest planen. Viele scheinen das auch so gesehen zu haben, denn nicht nur DJ Timo hatte sich das richtige Outfit zugelegt, auch ein knappes Drittel aller Besucher hatten bayerische Trachten an und so konnte man bei den Damen zahlreiche schmucke Dirndl bewundern und bei den Herren reichte das Outfit von Kniebundhose bis Gamsbart und Schnupftabakdose. Das verlieh dem Nachmittag ein ganz besonderes Ambiente. Hier herrschte Gemütlichkeit pur.
Der Feuerwehrmusikzug und der Leitung von Jens Kalmbach bewies wie bei jedem anderen Auftritt auch an diesem Nachmittag seine große Klasse. Besonders sympathisch ist bei diesem Musikzug, dass die jüngeren Musikerinnen und Musiker bei derartigen Auftritten ihre Chance erhalten, praktische Konzerterfahrungen zu machen. Und es ist beeindruckend, wie ihre Spielfreude sich auf das Publikum überträgt.
Höhepunkt war dann der Anstich eines Fasses Wiesnbier, wie es in München ausgeschenkt wird. Das ist besonderes Bier, beinahe ein Bockbier mit etwa 7% Alkoholgehalt und besonderem Geschmack. In München auf der Wiesn kostet davon der Liter in diesem Jahr zwischen neun und knapp zehn Euro. Auch in dieser Beziehung unterschied sich das Oktoberfest des Fördervereins des Musikzuges wohltuend von seinem Münchener Vorbild.