Fritz-Reuter-Pries för Heidrun Schlieker

Heidrun Schlieker nimmt Glückwünsche und Blumen von Dr. Frerk Möller, Kuratoriumsvorsitzender der Carl-Toepfer-Stiftung entgegen.

Auszeichnung für ihren beispielhaften Einsatz um die Pflege der Niederdeutschen Sprache

Von Birgit Schröder

BURGWEDEL. Unermüdlich ist die Großburgwedelerin Heidrun Schlieker in ihrer Kreativität, der niederdeutschen Sprache wieder zu mehr Gewicht zu verhelfen. Für diesen Engagement wurde Heidrun Schlieker nun in feierlichem Rahmen ausgezeichnet. Im Beisein von Familie, Freunden, ehemaligen Preisträgern und politischen Vertretern wurde sie im Amtshof in Großburgwedel mit dem Fritz-Reuter-Preis ausgezeichnet.
  De Fritz-Reuter-Pries ward vun de Carl-Toepfer-Stiften alle twee Jahr för heel besünnere Stücken Arbeit up enkelte Rebeten vun dat Nedderdüütsche tospraken. De Pries is vun 2008 an mit een Priesgeld 10.000 Euro verbunnen – daarmit is de Reuter-Pries mit dat höchste Priesgeld up de Rebeten vun de nedderdüütsche Kultur utstaffeert.
„Sie tun immens wertvolle Arbeit“, unterstrich der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne in seinem Grußwort. Besonders erfreue es ihn natürlich, dass eine pensionierte Lehrerin die Auszeichnung erhalte. Seit vielen Jahren schreibt Heidrun Schlieker Bilderbücher, die sie liebevoll selbst illustriert, und Geschichten auf Plattdeutsch. Dazu erstellt sie für Erzieher/Lehrkräfte passende Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien, die auf ihrer Internetseite für jedermann zugänglich sind. „Niedersachsen kann mehr als Hochdeutsch und wir tun gut daran, dieses Erbe hochzuhalten“, betonte Kultusminister Tonne.
Die Laudatio hielt Heinrich Siefer von der Katholischen Akademie Stapelfeld. „Die Arbeit mit Kindern sei ihr Element. „Ihre Geschichten zeigen eine Welt voller Phantasie und passen genau in die Zeit. Cool und lebensnah, wie Kinder es lieben, und die Homepage ist eine wahre Schatzkiste “, würdigte Siefer.
„Plattdeutsch ist eine eigene Sprache, kein Dialekt“, verdeutlichte Dr. Frerk Möller, Vorsitzender des Kuratoriums der Carl-Toepfer-Stiftung. Was Heidrun Schlieker an pädagogischer Arbeit leiste, um die Sprache lebendig zu halten, sei ganz außergewöhnlich. „Ein echter Leuchturm“, bestätigte auch Laudator Siefer.
Völlig überwältigt musste Heidrun Schlieker dann doch etwas schlucken, bevor sie ihren Dank aussprach und betonte, wieviel Freude ihr diese Arbeit seit vielen Jahren mache: „Diese Kinder sind wie junge Bäume, die ihre Äste durch den alten Wald strecken, Früchte tragen. Und so den Wald verjüngen.“