Friedrich-Wilhelm Warnecke gibt Vorsitz nach 30 Jahren ab

Eine Ära der Realgemeinde Großburgwedel geht zu Ende

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Für die Realgemeinde Großburgwedel ging am vergangenen Freitag auf ihrer Mitgliederversammlung eine Ära zu Ende.
Bei der Neuwahl des Vorstandes trat der bisherige langjährige Vorsitzende, Friedrich-Wilhelm Warnecke, nicht wieder an. Er war seit 1978 im Vorstand der Realgemeinde und - als Nachfolger General Otto Wöhlers - seit 1984 ununterbrochen ihr Vorsitzender. Die Mitgliederversammlung würdigte die Verdienste von Friedrich-Wilhelm Warnecke.
Die Realgemeinden sind aus den bäuerlichen Marktgenossenschaften hervorgegangen. Diese waren Träger der Allmende, deren Grund und Boden von den Inhabern der Hofstellen gemeinsam genutzt wurden. Sie nahmen bis 1848 auch öffentliche Verwaltungsaufgaben wahr. Nach 1848 entstanden die politischen Gemeinden.
In den folgenden Jahren im Zuge der Flurbereinigung gingen große Teile der alten Allmenden in andere Trägerschaften über. Trotzdem verblieb ein restliches gemeinschaftliches Eigentum den Realgemeinden, deren Mitglieder die Erben der alten Hofstelleninhaber sind. In Großburgwedel gehört zu diesem Eigentum z.B. der Schützenplatz.
Nach dem Realverbandgesetz ist die Realgemeinde eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Verwaltung erfolgt durch einen ehrenamtlichen Vorstand, der der Mitgliederversammlung sowie der Region als Aufsichtsbehörde verantwortlich ist. Das älteste Statut der Realgemeinde Großburgwedel datiert auf den 31.1.1891.
Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus Dr. Hans-Georg Scharpenberg (Vorsitzender), Klaus-Dieter Henke (stellvertr. Vorsitzender), Marita Bamberg (Rechnungsführerin), Cornelia Fehrmann und Thomas Krauthoff.