Friedenslicht aus Bethlehem wurde nach Burgwedel geholt

Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel (l.) reichte das Friedenslicht an die Helfenden (r.) weiter, die ihrerseits die Kerzen der Besucher entzündeten. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Feierliche Aussendungen in Wettmar, Engensen und Thönse

ENGENSEN (bgp). Jedes Jahr wird in Bethlehem das Friedenslicht entzündet und am dritten Adventswochenende über Wien an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa weitergegeben. Evangelische Jugendliche aus Wettmar hatten das Licht in die drei Orte des Kirchspiels St. Marcus geholt und mit Aussendungsfeiern an die Besucher weitergereicht.
Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel und ihr Organisationsteam hatten offenbar den Nerv der Zeit getroffen, als sie in der Kapelle in Engensen die Aussendungsfeier für das Friedenslicht vor vollen Bankreihen begannen. Dunkelheit umgab die Eintretenden zunächst, die dann vom Leuchten der Kerzen erhellt wurde.
Mit Schilderungen aus der Sichtweise von Flüchtlingen lasen die Beteiligten stellvertretend vor, welche Schicksale diese Menschen zu Zeiten der Weltkriege, des Falls der Mauer in Deutschland und auch heute auf der Flucht erlitten haben. Das angezündete Friedenslicht begleitete dabei symbolisch den guten Ausgang der geschilderten wahren Begebenheiten. Diese Menschen fanden irgendwann Zuflucht, sie hatten am Ende Glück gehabt.
Die Pastorin machte die Aktualität des Leitspruches der Feier „Hoffnung schenken - Frieden finden“ deutlich. 45 Millionen Menschen seien weltweit auf der Flucht, das sei unvorstellbar. Sie betonte, dass die Flucht oder Auswirkungen derselben jeden treffen könnten und stellte den Bezug zur Situation in Deutschland her: „Ein paar von ihnen mitten unter uns“.
In der stimmungsvollen Aussendungsfeier schwang in den ausgewählten Liedern mit, dass die Menschen das Licht weitertragen, ihre Ängste überwinden und den Flüchtenden unvoreingenommen gegenüber treten mögen.