Friedenslicht aus Bethlehem in der St. Marcus-Kirche

In einem feierlichen Aussendungsgottesdienst ist das Licht in St. Marcus angekommen. (Foto: Renate Tiffe)

Aussendungsgottesdienst „Shalom – Salam - Friede sei mit Dir“

WETTMAR (ti). Zuerst hatten die Burgwedeler Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem in die damalige Gemeinde gebracht. Seit drei Jahren ist nun die evangelische St. Marcus-Kirche in Wettmar der Ort, von dem die länderübergreifende Botschaft des Lichtes ausgeht. Eine Jugendgruppe unter der Leitung von Pastorin Reni Kruckemeyer-Zettel hat sich der Aussendung angenommen, diesmal auch unter Beteiligung von Jugendlichen der katholischen St. Paulus-Kirchengemeinde in Großburgwedel.
In einem feierlichen Aussendungsgottesdienst ist das Licht in St. Marcus angekommen, von wo es auch in die Kapellen von Engensen und Thönse gelangte - und in die Haushalte vieler Menschen, bei denen die Botschaft aus Bethlehem zum Weihnachtsfest dazu gehört.
Es begann in der Dunkelheit des Kirchenraumes. Auf eindrucksvolle Weise zählten die Jugendlichen die Kriegsgebiete in der Welt auf, von denen es zurzeit so viele gibt. Es wurde deutlich, was Terror und Hass für die Menschen in diesen Ländern bedeuten. Die Pastorin stellte die Andacht unter die Worte Shalom, Salam, die jüdischen und islamischen Worte für „Friede sei mit euch“. Schalom chavarim (Friede sei mit Euch, Freunde) hieß eins der Lieder, die gesungen wurden.
In feierlichem Aufzug trugen die Jugendlichen die Laterne mit dem roten Licht zum Altar und verteilten es dann mit Kerzen an die Gottesdienstbesucher. Unter ihnen waren auch Gäste aus der St. Paulus-Gemeinde, die bei der Weitergabe der Flamme an Diakon Sven Stieger und zwei Jungen mit ihren Laternen dabei sein wollten. Überreligiös und überkonfessionell sei das Licht hatte die Pastorin betont.
Der Beharrlichkeit von Jonas Kurtze und den anderen Jugendlichen ist es zu verdanken, dass das Licht rechtzeitig zum dritten Advent in Wettmar eintreffen konnte. Der ausgeklügelte Bahn-Fahrplan war durcheinander geraten, so dass das Licht im PKW aus Wien – der Ausgangsstätte der Aktion in Europa – nach Hannover gebracht werden musste.
Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen von St. Paulus hatte sich beim ökumenischen Jugend-Kreuzweg in diesem Jahr ergeben. „Wir wollten uns für den Erhalt des Osterlichts revanchieren“, meinte Reni Kruckemeyer-Zettel.