Frenetischer Jubel aus Hunderten Kinderkehlen

Volker Rosin erobert die Herzen seiner Fans immer wieder im Sturm. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Volker Rosin eroberte kleine und große Herzen im Sturm

GROSSBURGWEDEL (hhs). Es war eine Szene, wie sie bei Volker-Rosin-Konzerten wohl schon unzählige Male vorgekommen ist: Eine Mutter und ihr Sprössling, der das Lauflernalter noch nicht endgültig hinter sich hatte, betraten Hand in Hand die Aula.
Sie begrüßte eine Bekannte und dann war der Bengel weg, innerhalb von allenfalls fünf Sekunden, verschwunden im Gedränge der Volker-Rosin-Fans in Burgwedel, die alle einen Platz direkt vor der Bühne ergattern wollten. Die junge Mutter nahm es gelassen und schmunzelte: „Er kann ja hier nicht raus ...“.
Vor der Bühne entdeckte sie ihren lieben Kleinen inmitten von gut 100 weiteren Rosin-Fans. Sie alle schauten erwartungsvoll auf die Bühne. Doch die gehörte zunächst Heidrun Schümer, Leiterin der Bücherei in Wettmar, die seit 24 Jahren dieses ganz besondere Event organisiert. Und nur weniger Sekunden später kam ER: Volker Rosin, der König der Kinderdisco. Heidrun Schümer begrüßte ihren Gast, und wies dezent darauf hin, dass auch Volker Rosin in den langen Jahren der Zusammenarbeit ein wenig gealtert ist.
„Und beim nächsten Gastspiel feiern wir ein Jubiläum, dann ist Volker Rosin zum 25. Mal hier bei uns“. Das gab rauschenden Beifall von großen wie kleinen Gästen, aber nur kurz, denn ER, der Eroberer aller Kinderherzen, war nun an der Reihe.
Mit lautem „Plopp“ schaltete er unter jubelndem, beinahe kreischendem Beifall die Mikros ein und begann mit dem „Warm-up“, dem Warmmachen, und das kann kaum jemand besser als Volker Rosin. „Wo ist meine Gitarre?“, fragte er, obwohl gleich zwei Exemplare in den Instrumentenständern etwas weiter hinten deutlich zu sehen waren.
„Aber die brauche ich jetzt noch nicht. Wir wollen jetzt mal hören, wer lauter antworten kann, ihr oder die Erwachsenen“. Rosin hauchte ein verhaltenes „Hallo“ ins Mikro, worauf ein frenetisches Hallo aus einigen Hundert Kinderkehlen gewissermaßen als Echo zurückkam. „Und nun die Erwachsenen: Hallo ...“. Sie gaben sich zwar alle Mühe, aber das war nichts, gemessen an dem kindlichen Hallo.
Dann begann die Show erst richtig, wie immer bei Volker Rosin mit einer Mischung aus neuen Titeln und den erfolgreichsten älteren. Den Kinder war es gleichgültig, sie kannten alle Melodien und Texte, von den alten wie den neuen Titeln. Eines seiner neueren Lieder heißt „Feuerwehrschlauchgymnastik“, was nichts anderes bedeutete, dass alle Bewegungsmuffel dabei so richtig in Schwung kamen. Rosins Lieder eignen sich zum Mitsingen und Mittanzen. Bestechend sind ihre einfachen aber fröhlichen Texte, die zur Förderung der Sprachentwicklung vom Kleinkindalter an beitragen.
Das Lied von den Händen folgte und schließlich das Lied vom Piratenkapitän. Hier lernten die Kleinen, dass sie im maritimen Piratenumfeld nicht mit "Ja" antworten, dürfen sondern mit „Jau“. Dann mussten sich alle eine Augenklappe vorstellen und einen Fingerhaken und ein Holzbein. Und wenn der Text eines der drei Piratenutensilien thematisierte, dann ging die Post ab in der Aula des Gymnasiums. Volker Rosin, der König der Kinderdisco, bringt immer wieder das Kunststück fertig, an einem Tag zweimal die Aula restlos zu füllen. Und er schafft es auch, jedes Kind mit seiner Vorstellung für Musik und Tanz zu begeistern.