Forschung und Technik begeisterten die Viertklässler

Jedes Kind hatte auf seinem Platz einen Versuch aufgebaut, um das Farbspektrum kennenzulernen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

JuniorLab der Leibniz-Universität in der Sonnenblumenschule

THÖNSE (bgp). Viel Spaß hatten die Viertklässler der Grundschule Thönse beim Besuch des JuniorLab der Universität Hannover. Zwei Studentinnen leiteten die Kinder bei verschiedenen naturwissenschaftlichen Experimenten an, um sie mit Forschung und Technik vertraut zu machen.
Birgül Malkac studiert im achten Semester Bau- und Umweltingenieurwesen und tourt gemeinsam mit Maschinenbau-Studentin Mareike Henning im Experimente-Bus "JuniorLab" der Leibniz Universität Hannover durch die Grundschulen der Region. Am Mittwoch machten die beiden mit ihrem Mobil an der Sonnenblumenschule in Thönse Station und ließen die Viertklässler an ihrem Erfahrungsschatz teilhaben.
Die Kinder erfuhren zunächst etwas über Studienmöglichkeiten im Bereich Forschung und Technik. Im Anschluss entwickelten die jungen Forscher gemeinsam mit ihren Dozentinnen die Vorgehensweise beim Forschen: „Hypothese - Experiment - Beobachtung - Beweis". Nach der theoretischen Einführung ging es endlich daran, selbst etwas zu experimentieren. Jedes Kind machte auf seinem Platz einen Versuch mit den Farben eines Fasermalers.
Mit Wasser und Filterpapier zeigte sich schnell das Spektrum der Farben und brachte den Grundschülern den Begriff „Chromatographie" ein Stück näher. Blitzschnell zogen die Kinder Schlüsse aus dem praktischen Leben und erkannten, dass ein Farbdrucker nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert.
Die beiden Studierenden regten die Nachwuchsforscher immer wieder zum Denken an und stellten ihnen viele Fragen, die Raum für eigene Ideen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich boten. Der Phantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt, denn die Antwort auf die Frage, welche Dinge die Kinder gerne erforschen würden, brachte abenteuerliche Ideen zutage.
„Ich würde ein Auto bauen, das mit Orangensaft fährt" oder "Handschuhe, mit denen man Wände hinaufklettern kann" waren nur zwei der vielen Vorschläge. Die Schülerinnen und Schüler wünschten sich auch Dinge, wie eine Maschine, die Hausaufgaben erledigt, das Zimmer aufräumt oder das Wissen direkt und ohne Mühe im Kopf verankert.
Drohnen- oder Robotertechnik kam ebenso zur Sprache wie Frischhaltefolie, die sich besser abreißen lässt. Die Vielfalt der Gedanken zeigte die Begeisterung der Kinder an der Thematik. Sowohl Mädchen als auch Jungen waren mit sehr viel Herzblut bei der Sache und wurden mit der Frage im Kopf "Was hat wohl die Forscher inspiriert?" in die Pause entlassen.