Feuerwehr-Großaufgebot löschte Brand im Krankenhaus

Das Feuer hatte sich von dem Flachdach links bis oben in die vierte Etage gefressen. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Rettungskräfte aus der gesamten Region im Einsatz

GROSSBURGWEDEL (hhs). Am späten Montagnachmittag gegen 18.00 Uhr wurde am Klinikum in Großburgwedel Feueralarm ausgelöst. Im westlichen Teil des Krankenhauses war auf dem Flachdach des zweigeschossigen Anbaus ein Feuer ausgebrochen, das sich in der Dämmung einer angrenzenden Fassade weiter nach oben bis in das vierte Obergeschoss fraß.
Die Feuerwehr löste Großalarm aus. Die Krankenstationen in diesem Gebäudeteil, betroffen waren die Urologie, Schmerztherapie, Chirurgie und die Innere Abteilung, wurden von Mitarbeitern des Klinikums evakuiert. Unter Hinzuziehung eines Drehleiterfahrzeugs wurde der Brand gelöscht. Personen kamen nicht zu Schaden. Einer der evakuierten Patienten soll in Folge der Aufregung kollabiert sein.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen Flammen an der Außenfassade des Westflügels in den Himmel. Das Feuer drohte auf den Innenbereich des Krankenhauses überzugreifen, da ein Durchgang zwischen beiden Gebäudebereichen vorhanden war.
Da der betroffene Gebäudeflügel komplett eingerüstet war, konnten die Einsatzkräfte schnell ein Übergreifen der Flammen auf das Innengebäude verhindern. Die starke Kontamination mit Rauchgas führte bei Messungen durch die Feuerwehr zu einer Schließung von zwei Gebäudebereichen des Bettenhauses. Glücklicherweise wurden bei diesem Feuer keine Personen verletzt.
Der Brand geschah in dem Gebäudeteil, an dem in den kommenden Wochen und Monaten für 30 Millionen Euro das neue Bettenhaus angebaut werden soll. Auf dem Flachdach, wo der Brand am Montag entstand, sollten zur Entlastung der Urologischen Abteilung in der Bauphase Container platziert werden.
Wie es zu dem Ausbruch des Feuers kommen konnte, ist bislang noch offen. Dem Vernehmen nach soll ein Dachdeckerbetrieb noch am Nachmittag zuvor in diesem Bereich Schweißarbeiten vorgenommen haben. Es sei durchaus möglich, dass diese Arbeiten Ursache des späteren Brandes sein könnten, wurde noch vor Ort vermutet.
Im Zuge des Großalarms wurden Einsatzkräfte aus der gesamten Region Hannover in Großburgwedel zusammen gezogen. Insgesamt sind rund 300 Helfer im Einsatz gewesen, zu etwa gleichen Teilen von den Feuerwehren, den Rettungsdiensten und der Polizei. Sammelplatz der Helfer war der nahegelegene Schützenplatz aufgestellt, der bei derartigen Gefahrenlagen als Bereitstellungsraum dient. Die Polizei hatte den Bereich rund um das Regionskrankenhaus weiträumig abgesperrt.
Nach etwa einer Stunde war der Brand gelöscht und es wurde allgemein Entwarnung gegeben. Die Großburgwedeler Feuerwehrkameraden sorgten mit ihren Druckbelüftern dafür, dass der Qualm aus den betroffenen Stationen herausgedrückt wurde. Etwa 60 der mehr als 100 der aus dem Gefahrenbereich evakuierten Patienten konnten anschließend wieder ihre Zimmer beziehen. Die übrigen wurden auf andere Stationen verlegt.