Festliches Adventskonzert in der St. Petri-Kirche

Zum festlichen Adventskonzert mit der „Capella de la Torre“ lädt die St. Petri-Kirchengemeinde am 29. November ein. (Foto: Capella de la Torre)

Die „Capella de la Torre“ zu Gast in Burgwedel

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Am Sonntag, dem 29. November, lädt die St. Petri-Gemeinde um 17.00 Uhr zu einem festlichen Adventskonzert in die Petri-Kirche ein. Unter dem Titel „Feliz Navidad“ musizieren die St. Petri-Kantorei, ein Projektkinderchor und die Capella de la Torre unter der Leitung von Katharina Bäuml und Christian Conradi europäische Weihnachtslieder der Renaissance.
Dabei wechseln sich mediterrane Weisen - aus alten Handschriften wiederentdeckt - mit Werken des Wolfenbütteler Renaissancekomponisten Michael Praetorius ab. Die Capella de la Torre hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2005 innerhalb kürzester Zeit zu einem der gefragtesten jungen Ensembles im Bereich der Alten Musik in Mitteleuropa entwickelt. Leitgedanken des Ensembles bilden dabei, die reiche und bislang viel zu wenig beachtete Musik aus Mittelalter und Renaissance mit professionellem Anspruch zur Aufführung zu bringen und damit wieder direkt erfahrbar zu machen.
Den Namen „de la Torre“ kann man auf zweierlei Weise verstehen: Die Gruppe widmet sich im Besonderen der Musik für historische Blasinstrumente wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Posaune und Zink, zeitgenössisch als „Capella Alta“ bekannt. Anfang des 16. Jahrhunderts komponierte der Spanier Francisco de la Torre das wohl berühmteste Stück für eine solche Besetzung, seine „Danza Alta“.
Neben dieser Hommage an den Komponisten ist der Name aber auch ganz wörtlich zu verstehen: „De la Torre“ bedeutet übersetzt „vom Turme“. Bläsergruppen, in Spanien Ministriles genannt, musizierten häufig von Türmen oder Balkonen herab bei Festen und anderen offiziellen Veranstaltungen. So gibt es bis heute in vielen Städten die „Torres de los Ministriles“.
Capella de la Torre pflegt jedoch nicht nur die spanische Musik, sondern widmet sich den in ganz Europa verbreiteten „Hauts Instruments“, also den „lauten Instrumenten“. Dabei legt die „Capella de la Torre“ besonders Wert auf ein gepflegtes und kultiviertes Spiel, das ganz besonders im Piano Maßstäbe setzt. Die Besetzung des Ensembles vorwiegend mit historischen Doppelrohrblattinstrumenten stellt eine in der heutigen Musikszene wenig gepflegte Praxis dar, die besonders in Deutschland als einzigartig angesehen werden kann.
Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Musik an St. Petri wird gerne angenommen.