Feierlicher Akt der Partnerschaft mit Domfront

Bürgermeister Axel Düker (rechts) blickt seinem französischem Amtskollegen Bernard Soul beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Burgwedel über die Schulter. (Foto: Renate Tiffe)

Bürgermeister Bernard Soul trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein

GROSSBURGWEDEL (ti). Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit in Hannover hatte die Region zu einem Partnerschaftsfest eingeladen, an dem auch Bürgermeister Bernard Soul und eine kleine Delegation aus der französischen Partnerstadt Domfront teilnahmen. Was lag näher, als danach der Stadt Burgwedel einen Besuch abzustatten, zumal beide Bürgermeister erst in diesem Jahr ihr Amt angetreten haben. In Großburgwedel trug sich Bernard Soul ins Goldene Buch der Stadt ein.
Es ist kein Geheimnis, dass Andreas Listing, in der Region zuständig für Europa-Angelegenheiten und Initiator des Festes, sozusagen in Personalunion Vorsitzender des Domfront-Vereins in Burgwedel ist – was dem diesjährigen Treffen eine besondere Note verlieh. Die Atmosphäre beim Empfang im Burgwedeler Rathaus war offen und herzlich, nachdem beide Stadtoberhäupter und ihre Delegationen schon zwei Tage miteinander verbracht hatten.
Als Höhepunkt war am Samstag die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt vorgesehen. Bürgermeister Axel Düker wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass beide Städte in ihrer 18-jährigen Partnerschaft viel voneinander gelernt hätten, dass der Erfahrungsaustausch in den Schulen und Vereinen zu guten Kontakten der Bürger untereinander geführt habe. Er solle jetzt auch auf die Verwaltungsebene ausgedehnt werden. Themen wie eine sparsame Energieversorgung liegen in Frankreich wie hierzulande an. Immer wichtiger werde der Austausch der Kulturen in Europa.
Der feierliche Akt wurde im Amtszimmer des Bürgermeisters vollzogen. Bürgermeister Soul dankte für die freundliche Aufnahme in Burgwedel. Ihn freue die Qualität der menschlichen Beziehungen beider Länder. Er teile aber auch die Sorgen vieler über die Zukunft Europas und hoffe, dass die persönlichen Freundschaften Europa weiter befestigen. „Lasst uns zusammen die Welt von morgen aufbauen“, forderte er auf. „Wir können von großen Dingen träumen, die kleinen sollten wir hier tun.“
Den Reden folgten der Austausch der Gastgeschenke mit Spezialitäten beider Orte, Calvados und Poiré (dem Aperitif), Schokolade und Bonbons von französischer Seite. Mit Bockbier, dem Mühlenschnaps aus eigener Produktion und mit Honig konnte Burgwedel durchaus mithalten. Mit roter Schleife war das Burgwedeler Ortsschild versehen, das ebenfalls überreicht wurde.
Bei einem Rundgang durch die Stadt wurden die Bücherei, der Amtshof, die Feuerwehr und eine Kindertagesstätte, später auch die Mühle in Wettmar vorgestellt. Länger verweilt hatten die Gäste und die Vertretung aus der Stadt auf dem Domfront-Platz. Auf die Frage, ob es Vergleichbares in seiner Stadt gebe, antwortete Soul, dass man sich etwas einfallen lassen werde, wenn Burgwedels Bürgermeister im Mai nächsten Jahres nach Domfront komme. Er freue sich sehr auf dieses Treffen, sagte Axel Düker, der bisher die Stadt in der Normandie noch nicht besucht hat.