FDP stellte Kandidaten für Land- und Bundestagswahl vor

Kandidatenvorstellung (v.l.): Christiane Hinze, Marcel Niemann (FDP-Isernhagen), Dr. Philipp Rösler (Bundesvorsitzender der FDP), Dr. Isa Huelsz (FDP-Burgwedel) und Wolfgang Kosanke (FDP-Langenhagen). (Foto: Hans Hermann Schröder)

Christiane Hinze und Dr. Philipp Rösler treten an

BURGWEDEL/ISERNHAGEN (hhs). Am Montag stellten die drei FDP Stadt- und Gemeindeverbände Langenhagen, Burgwedel und Isernhagen ihre Kandidaten für die Landtags- und Bundestagswahl im kommenden Jahr vor.
Schon in der vergangenen Woche hatten die liberalen Kommunalverbände für den Bundestagswahlkreis 43 den Bundesvorsitzenden der FDP und Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler auf den Schild gehoben, für die Landtagswahl im Wahlkreis 31 tritt Christiane Hinze als Direktkandidatin an. Hinze kommt aus Neuwarmbüchen, ist als erfahrene Kommunalpolitikerin Mitglied im Ortsrat Neuwarmbüchen, ebenso im Gemeinderat Isernhagen und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Regionsversammlung.
Die Vorstellung der beiden Kandidaten war gewissermaßen die Wahlkampferöffnung der Liberalen. Rösler, seit drei Jahren in Isernhagen wohnhaft, hat bislang eine Bilderbuchkarriere hingelegt, von der Kommunalpolitik in der Region zum Land ins Ministeramt zunächst für Wirtschaft und Verkehr, dann Wechsel in den Bundestag, dort erst als Minister für Gesundheit und jetzt für Wirtschaft- und Technologie und letztlich Vizekanzler. Philipp Rösler hat politisches Gewicht und ist davon überzeugt, dass seine FDP bei den anstehenden Wahlen keine Probleme mit der 5%-Hürde haben wird. „Ich bin dankbar, dass ich meine neue Heimat vertreten darf“, sagte er.
Marcel Niemann, Vorsitzender der FDP-Isernhagen, stellte Christiane Hinze vor. Sie sei in Isernhagen verwurzelt, gelte als ausgesprochen herzlich, zuverlässig und sie sage immer, was sie denke. Wolfgang Kosanke, Chef der Langenhagener Liberalen bezeichnete die Kandidatin als unglaublich authentisch mit profunden Kenntnissen. Sie löse die Probleme immer von der Sache her. Eine Einschätzung, die auch die FDP-Vorsitzende Burgwedels, Dr. Isa Huelsz teilt: „Christiane Hinze ist eine Pragmatikerin, die immer zielgerichtet arbeitet“.
Die Kandidatin selbst will im Falle eines Landtagsmandats Sozial- und Schulpolitik als Schwerpunkt beibehalten. Dieser Bereich stehe nicht angemessen im Fokus der Politik im Land. In den Kitas seien die Gruppen beinahe überall noch zu groß. Hier gehe Burgwedel vorbildlich voran. Die dritte Kraft sei die einzig vernünftige Lösung. Das sei mit vernünftiger Haushaltspolitik zu schaffen. Man müsse Einsparpotentiale auch bei den freiwilligen Leistungen suchen.
Sie bemängelte den bürokratischen Aufwand der Erzieherinnen und Altenpflegerinnen. „Zu viel Schreibkram bindet Zeit und behindert die eigentliche Aufgabe“. Man müsse schwierige Jugendliche wieder eingliedern und sich um die Randgruppen kümmern. Für die Schulpolitik müsse gelten: „Kurze Beine, kurze Wege!“ Der Betreuungsbedarf in den Krippen werde im Land um 60% steigen, was man nicht aus dem Blick verlieren dürfe. Einer Einheitsschule erteilte Hinze eine Abfuhr: „Das ist in den drei Kommunen des Wahlkreises richtig gelöst. Für Burgwedel ist die neue Oberschule passend, für Isernhagen die Hauptschule und für Langenhagen die IGS“, sagte sie. Die Regionsarbeit möchte sie eigentlich nicht missen, sagte Hinze, aber im Landtag könne sie mehr erreichen. Sie werde auch im Blick behalten, dass die Kommunen ihre Identität behalten werden.