FDP-Politiker Grigorios Aggelidis stellte sich vor

Der Gegenkandidat von Christian Possienke stand Rede und Antwort: v.l. Ferdinand Bruss, Dr. med.vet. Verena Maria Itzel-Kietzmann, Grigorios Aggelidis, Dr. Isa Huelsz und Leyla Korkmaz. (Foto: Dana Noll)

FDP Burgwedel lud zur öffentlichen Vorstandssitzung

BURGWEDEL (dno). Am 4. Februar 2017 werden in einer Mitgliederversammlung die FDP-Bundestagskandidaten der vier Wahlkreise in der Region Hannover gewählt. Als Gegenkandidat von Christian Possienke aus Isernhagen tritt Grigorios Aggelidis an.
Am Donnerstag vergangener Woche stellte sich der bewerbende Kandidat auf der ersten Vorstandssitzung im neuen Jahr der FDP Burgwedel vor und stand Rede und Antwort.
Grigorios Aggelidis, 51 Jahre, verheiratet, Vater zweier Söhne (16 und 19 Jahre alt), ist in Hannover geboren und aufgewachsen. Er lebt seit 1994 in Neustadt am Rübenberge, engagiert sich ehrenamtlich im Bereich Jugend und Jugendförderung und ist seit 2008 Unternehmer im Bereich Vermögensmanagement.
„Bei mir ist es andersherum: Ich komme aus der Wirtschaft und gehe in die Politik“, so Aggelidis augenzwinkernd. Als „Gastarbeiterkind“ kennt er den Spagat zwischen den Kulturen und weiß`, wie herausfordernd Integration sein kann. „Meine Eltern haben mich zwei Jahre in einem Internat untergebracht, das förderte nicht nur meine Deutschkenntnisse. Königsberger Klopse und Frikassee, das war schon so ein kleiner Kulturschock!“
In den Bereichen soziale Marktwirtschaft, Finanzpolitik und Integration, hat er über vier Jahrzehnte Erfahrungen gesammelt oder sich erarbeitet. Als Bewerber um die Kandidatur im Bundestagswahlkreis 43 geht der FDP-Politiker nun am 4. Februar 2017 ins Rennen. Dabei fokussiert er die Themen: Entlastung der Bürger, insbesondere des Mittelstandes, („Hier muss die Entwicklung umgekehrt werden und es kann nicht weiter geschröpft werden. Manche denken, sie können einen Euro gleich vier Mal ausgeben!“) Bildung und Berufsperspektiven für junge Menschen („Hier brauch` es Investitionen, damit wir wieder Weltspitze werden.“) sowie der Schutz von Freiheit und Bürgerrechten.
„Ich habe noch eine Zeit der Militärdiktatur als Schüler in Griechenland erlebt, daher weiß` ich, wie wichtig Freiheit und Bürgerrechte sind, dass muss geschützt werden“, so Aggelidis. Seiner Meinung nach, brauche es dafür keine neuen Gesetze, sondern lediglich die „konsequente Umsetzung der bestehenden!“
„Wer sich nicht an unsere Regeln hält und unsere Gesetze akzeptiert, hat sein Gastrecht verspielt“, so der FDP-Politiker. Er wünscht sich, „mehr Polizei, die besser ausgestattet und vor allem unterstützt wird.“ Da sieht er auch seine Hauptaufgabe als Abgeordneter, „nicht nur alles durchwinken, auch mal unangenehm auffallen, um etwas zu bewirken!“
Dabei will er sich in der Verantwortlichkeit lassen, denn „wer mitbestimmen will, ist auch verantwortlich, daran mangelt es häufig.“ Dies unterstrich auch Ferdinand Bruss: „Es muss klare Spielregeln geben. Vieles ist erstarrt in überbordender Bürokratie.“
„Was den Staat ausmacht ist viel, die Verantwortlichkeiten müssen aber klar sein und durchgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass jemand dreimal verhaftet wird und am Ende wieder auf freiem Fuß ist“, so Aggelidis. Auch in Fragen der inneren Sicherheit, Digitalisierung, Europapolitik („Hier werde ich besonderen Spaß haben!“) sowie Bildungspolitik sieht er seine Anliegen.
„Wir brauchen weniger Leute in der Kultusbürokratie aber mehr Lehrer“, so der zweifache Vater. Nicht nur Vorsitzende Dr. Isa Huelsz zeigte sich zufrieden über die „lebhafte Diskussion“, auf deren Agenda noch zahlreiche Themen standen, die womöglich, in Berlin weiter diskutiert werden können.