FDP Burgwedel schwor auf die Landtagswahl ein

Harte Kritik vor allem an der Bildungspolitik der rot-grünen Regierung in Niedersachsen: Als Rednerin für ihr Herbsttreffen hatte die FDP Burgwedel die Landtagsabgeordnete Sylvia Bruns (links) eingeladen. (Foto: Renate Tiffe)

Künftig kein Hoffest der Liberalen mehr im Sommer

GROSSBURGWEDEL (ti). 26mal hatten die Freien Demokraten zum Hoffest bei Heinrich Gremmel - Landwirt, Kommunalpolitiker und Ehrenmitglied der Partei - in Großburgwedel eingeladen.
Über die Parteigrenzen hinweg hatte sich dieses Sommerfest großer Beliebtheit erfreut und einen festen Platz im Jahreslauf in Burgwedel eingenommen. Jetzt kann es dort nicht mehr stattfinden. Die FDP hatte an dessen Stelle für Ende September ein Herbstfest geplant.
Das Wetter war wenig geeignet für die Voraussetzungen eines solchen Festes und es zeigte sich, dass der Termin innerhalb der drei Wochen zwischen der Bundestagswahl und der vorgezogenen Landtagswahl „eingeklemmt“ war.
Folglich wurde es ein – gut besuchtes - Treffen, bei dem nur wenig über die Wahl auf Bundesebene gesprochen wurde.
Erwartet wird vom Wiedereinzug der FDP in das höchste Parlament eine Rückenstärkung für die Landespartei. Der Blick wurde nach vorn gerichtet. Als Rednerin eingeladen war die Landtagsabgeordnete Sylvia Bruns, seit 2013 Angeordnete im Niedersächsischen Landtag und jetzt auf Platz drei der Landesliste.
Angesichts des vorausgesagten Patts zwischen SPD und CDU bei der kommenden Wahl haben sich die Freien Demokraten schon positioniert. Einer Ampel – Rot-Grün-Gelb – habe der Landesvorsitzende Stefan Birkner bereits eine Absage erteilt, berichtete die Landtagsabgeordnete.
„Wir kämpfen für uns, für eine starke Landes-FDP“, betonte sie.“Wir sehen Lippenbekenntnisse aber keine Zukunftsthemen bei Rot-Grün“, sagte sie und zeigte die Defizite in der Bildungspolitik auf:
100.000 ausfallende Unterrichtsstunden in den allgemeinbildenden Schulen, und fehlende Sozialarbeiter für die Inklusion. Von den zugesagten Stellen seien in den letzten Wochen 50 besetzt worden, davon gerade einmal zwölf in Hannover.
Die Nachmittagsbetreuung in den Ganztagsschulen könne nicht von Lehrern übernommen werden und bei den vorgesehenen 350 Sprachlernklassen werde mit „gezinkten Karten“ gespielt, kritisierte Bruns ebenfalls.
Von Gleichstellung zwischen Frauen und Männern sei solange nicht zu reden, wie die Kinderbetreuung in Schulen und den Kitas nicht ausreiche. Zu wenig werde in die Digitalisierung investiert. Eine rege Diskussion zu diesen Themen schloss sich an.