Fangzaun zwischen Engensen und Ramlingen schützt wandernde Kröten

Aus den vor dem Krötenfangzaun eingegrabenen Eimern retten die Aktiven des Naturschutzbundes die sonst vom Verkehrstod bedrohten Amphibien. (Foto: NABU)

Helfer des

ENGENSEN/RAMLINGEN (r/kl). Mitglieder des Ortsverbandes Burgwedel und Isernhagen im Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben am vergangenen Sonnabend wieder den Krötenfangzaun an Kreisstraße 117 aufgebaut.
"Die Kröten haben uns überfallen! So früh hatten wir nicht mit ihnen gerechnet. Sie hatten aber die Nachttemperatur von 9 Grad Celsius und das feuchte Wetter ausgenutz und sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer gemacht. So bekamen wir schon am Dienstag eine Meldung über überfahrene Kröten auf der Straße zwischen Engensen und Ramlingen," berichtet Horst Hagenberg vom NABU.
Unter Leitung des gelernten Zaunbauers Wilfried Seidel, der auch die Krötensammler koordiniert, konnte mit Martin Hoetmer auch wieder ein Neuling in die Aufgaben des Krötenschutzes eingearbeitet werden. Um dem zum Teil stürmischen Wetter zu begegnen, sind die Drahtstäbe des Krötenfangzaunes eng gesetzt.
Auf Grund der milden Temperaturen haben die ersten Frösche, Kröten und Molche ihre Winterquartiere verlassen und ihre Wanderung zu ihren angestammten Laichplätzen begonnen.
Verkehrsteilnehmer/innen werden daher in der nächsten Zeit um besondere Rücksichtnahme gebeten. Insbesondere beim Überqueren von Straßen sind die Amphibien durch den Fahrzeugverkehr stark gefährdet, da sie sich relativ langsam fortbewegen und im Scheinwerferlicht eine Schreckstellung einnehmen.
Allein der Krötenfangzaun zwischen Engensen und Ramlingen rettet in jedem Jahr mehrere hundert Kröten vor dem Verkehrstod.