„Es kommt auf uns an“

Dr. Hendrik Hoppenstedt (r.) warb für die zukünftige Asylpolitik um Gemeinsamkeit in der Europäischen Union. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Die Gäste in Fuhrberg waren trotz der Eisglätte zum Neujahrsempfang der CDU gekommen. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Empfang der CDU Fuhrberg bildete den Auftakt des politischen Neujahrs in Burgwedel

FUHRBERG (bgp). Die Eisglätte bescherte der Fuhrberger CDU zum Neujahrsempfang zwar einen Besucherschwund, doch mit Dr. Hendrik Hoppenstedt und Rainer Fredermann standen sowohl ein CDU-Bundes- als auch ein Landespolitiker am Rednerpult.

Die Wetterverhältnisse mit Frost und Glatteis nutzte der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Fuhrberg, Hermann Wöhler, spontan als metaphorische Richtschnur für das kommende Jahr, in dem für die Politik das gleiche gelte wie für die Glätte: Jeder Schritt müsse sorgfältig überlegt und getan werden. Im Hinblick auf die Flüchtlingsdebatte rief er dazu auf, nicht wegzusehen und sich weiterhin einzusetzen: „Es kommt auf uns an“. Wöhler bemängelte im Zuge dessen die Tendenz vieler Bürger in Deutschland, sich zunehmend den Fakten zu verschließen: „Emotion zählt mehr als Schlüssigkeit oder Logik“.

Diesen Tenor nahm der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt in seiner Rede auf und erläuterte den aktuell entstandenen Begriff „postfaktisches Zeitalter“. Er verwies auf die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel, auf Grund derer eine öffentliche Diskussion geführt wurde, die weniger von Fakten als vielmehr von Emotionen bestimmt gewesen sei. Die damalige Entscheidung Merkels, schutzbedürftige Menschen in Deutschland aufzunehmen, sei unter Zeitdruck gefallen und richtig gewesen: „Wir sollten uns unseren humanitären Ansatz nicht nehmen lassen“ betonte Hoppenstedt und bekam von den Gästen dafür Applaus. Er räumte auch Defizite ein, die aufgearbeitet werden müssten und betonte die Notwendigkeit, die Asylpolitik gemeinsam mit der SPD auszuarbeiten und die innere Sicherheit zu stärken.

Der Landtags- und Regionsabgeordnete Rainer Fredermann verwies voller Stolz auf die Erfolge der CDU Burgwedel. Trotz des ungewöhnlich starken Einflusses der Bundespolitik sei es gelungen, bei den Kommunalwahlen entgegen aller Kritik das für die Region Hannover einmalige Ergebnis von 48,0 Prozent zu erreichen. Sowohl Hoppenstedt als auch Fredermann warben um Unterstützung für die Bundes- und Landtagswahl, bei denen beide wieder kandidieren möchten.
Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer hatte lokale Themen im Gepäck, die den Menschen vor Ort am Herzen liegen. Fuhrberg erhält demnächst einen Breitband-Anschluss, das ohnehin schon gut aufgestellte Internet wird noch schneller. Das Gewerbegebiet in Fuhrberg soll erweitert werden, die örtliche Kläranlage an die zentrale Anlage in Großburgwedel angeschlossen werden. Die Grundschule Fuhrberg wird erweitert um eine Mensa, eine Pausenhalle und zwei Klassenräume. Außerdem wird ein zweihundert Quadratmeter großer Bewegungsraum gebaut, der nach Schulschluss auch von Gruppen genutzt werden kann. Bedauern äußerte Neddermeyer darüber, dass der Geldautomat am Frischmarkt Fuhrberg - nach zweimaliger massiver Beschädigung durch Einbrecher - nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Nach Beseitigung der Schäden werde der Anbau für andere Zwecke zur Verfügung gestellt, wie etwa die Nutzung als Geschäftsraum. Anregungen dazu nimmt der Ortsrat gerne entgegen.