Erster Wettkampf von DRK-Schulsanitätern in Burgwedel

Clemens Piering (links) prüft zwei Schulsanitäter der Neustädter Leine Schule in praktischen Maßnahmen der Reanimation. Hier gab es für die Schüler als Sonderpreis eine Reanimationspuppe zu gewinnen. (Foto: Markus Flentje)

Schülerinnen und Schüler probten den medizinischen Ernstfall

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Verletzte Kinder im Gymnasium Großburgwedel gibt es zum Glück nicht so oft. Doch das Szenario zum Schulsanitäter-Wettbewerb konnte uninformierte Besucher des Gymnasiums Großburgwedel schon erschrecken: Drei Krankenwagen standen vor der Tür, Jugendliche mit blauen Knöcheln und Händen liefen über den Flur. Doch schnell wurde klar, dass hier gute Schauspieler am Werk waren.
Das DRK Burgwedel richtete in Kooperation mit dem Gymnasium und der Oberschule Burgwedel einen regionsweiten Schulsanitätsdienstwettbewerb aus. Aus dem ganzen DRK-Regionsverband Hannover waren 16 Teams mit Schulsanitäter angereist, um sich mit den Gruppen aus andern Schulen zu messen. Die Schulleiterin des Gymnasiums Großburgwedel Gesa Johannes bedankte sich in ihrer Ansprache für die Arbeit der Schulsanitäter, die eine wichtige Rolle im Schulalltag einnehmen.
Jede Gruppe musste fünf verletzte Schauspieler versorgen. Die von Alexander Lersch, dem Koordinator der Schulsanitätsdienste, erstellten Prüfungen enthielten u.a. Brandverletzungen, wie auch eine den neuesten Erste-Hilfe-Richtlinien entsprechende Herz-Lungen-Wiederbelebung. Eine großartige Hilfe erhielt die Veranstaltung vom Regionsverband des DRK. Nicht nur in der Anmeldelogistik, sondern auch in der Bereitstellung von Schiedsrichtern und vielen Helfern war die übergeordnete Abteilung aktiv.
Da dies der erste Wettbewerb dieser Art in der Region war, konnten die Schulen entscheiden, ob sie in der Kategorie Laien antreten oder aufgrund ihrer Vorerfahrung als Profis von den Juroren bewertet werden wollten. Der JRK-Vorsitzende Holger Bruns zeigte sich erfreut, dass dieses Angebot gut angenommen und wieder einmal die gute Kooperation zwischen dem DRK-Ortsverein Burgwedel und weiterführenden Schulen unter Beweis gestellt wurde.
Sowohl ein Team von der Oberschule Burgwedel, als auch zwei Teams vom Gymnasium Großburgwedel starteten bei diesem Training der besonderen Art, da alle Fallbeispiele durch Mimen der realistischen Unfalldarstellung beeindruckend echt wirkten. Im Sportbereich des Gymnasiums nutzte das Organisationsteam die unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten, um zum Beispiel eine täuschend echt wirkende Wunde im Duschbereich versorgen zu lassen. Schirmherr und Regionsverbandsarzt Dr. Markus Flentje begrüßte das ehrenamtliche Engagement der Schülerinnen und Schüler, die zeigen würden, dass die heutige Schülergeneration sehr wohl bereit wäre, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
In den Pausen konnten sich Schülerinnen und Schüler als auch ihre Lehrer an Ständen über den aktuellen Stand der Rettungsmedizin und verschiedenen Tätigkeitsbereiche des Deutschen Roten Kreuzes informieren. Außerdem konnte man seine Reaktion auf dem Fahrradsimulator oder sein Gleichgewicht auf der Slackline testen.
Burgwedels stellvertretender Bürgermeister Heinz Visel überreichte abschließend die Pokale in den unterschiedlichen Startkategorien. Besonders überzeugen konnte die Juroren das Team vom Kurt-Schwitters-Gymnasium in Hannover-Misburg in der Profikategorie und die Lotte Kestner Realschule ebenfalls aus Hannover in der Starter-Kategorie. Die Teams aus Burgwedel zeigten sich auch hier als gute Gastgeber und landeten auf den Plätzen sechs und acht in der Kategorie Laien und fünf in der Profikategorie.