Erster Fall von Vogelgrippe

Infizierte Reiherente am Hufeisensee gefunden

ISERNHAGEN/REGION HANNOVER (r/bs). Bei einer toten Reiherente, die am Hufeisensee in Isernhagen gefunden wurde, hat sich der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt.
Um den Fundort wurde ab dem gestrigen Dienstag, 29. November, ein Sperrbezirk gezogen, um den Sperrbezirk herum ein Beobachtungsgebiet. Beides zusammen ergibt einen Radius von mindestens zehn Kilometer um den Fundort des toten Tieres herum.
Der Sperrbezirk wird in einem Umkreis von drei Kilometern um den Fundort herum gezogen und erstreckt sich im Bereich der Region Hannover und der Landeshauptstadt auf folgende Gebiete: In der Gemeinde Isernhagen die Ortsteile Hohenhorster-, Kircher-, Niedernhägener-Bauernschaft, Farster Bauernschaft begrenzt im Osten durch die A7. In der Stadt Langenhagen die Ortsteile Kaltenweide und Krähenwinkel mit allen Teilgebieten, Langenhagen Kernstadt begrenzt im Süden durch die Autobahn A2 und im Westen durch die Flughafenstraße und die Eckverbindung Hannover-Nord A352. Im Gebiet der Landeshauptstadt Hannover der Stadtteil Isernhagen-Süd begrenzt im Süden durch die Autobahn A2.
Im Sperrbezirk gelten folgende Maßnahmen: Gehaltene Vögel und Bruteier, aber auch frisches Fleisch, Hackfleisch, Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse und Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen wurde, darf den Sperrbezirk nicht verlassen.
Auch tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen den Sperrbezirk nicht verlassen. An den Ein- und Ausgängen der Ställe, in denen Geflügel gehalten wird, müssen Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt und mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt werden – diese müssen feucht gehalten werden.
Betriebsfremde Personen dürfen die Ställe und sonstige Standorte von gehaltenen Vögeln und Geflügel nicht betreten. Gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes dürfen nicht frei gelassen werden. Die Jagd auf Federwild ist verboten. Die Beförderung von Geflügel im Durchgangsverkehr auf Autobahnen, anderen Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen darf nur erfolgen, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.
Das Beobachtungsgebiet, das in einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort des toten Vogels herum gezogen wird, erstreckt sich im hiesigen Bereich auf folgende Gebiete:
In der Gemeinde Wedemark die Ortsteile Bissendorf, Gailhof, Mellendorf, Resse, Scherenbostel, Wennebostel, jeweils mit allen Teilgebieten. In der Stadt Burgwedel die Ortsteile Klein- und Großburgwedel, Oldhorst, Thönse, jeweils mit allen Teilgebieten.
In der Gemeinde Isernhagen die Ortsteile Kirchhorst, Altwarmbüchen, Neuwarmbüchen jeweils mit allen Teilgebieten soweit nicht bereits Sperrbezirk.
In der Stadt Langenhagen die Ortsteile Engelbostel, Godshorn und Schulenburg jeweils mit allen Teilgebieten, Langenhagen Kernstadt soweit nicht bereits Sperrbezirk.
Im Beobachtungsgebiet gelten folgende Maßnahmen: Gehaltene Vögel und solche zur Aufstockung des Wildvogelbestandes dürfen das Beobachtungsgebiet nicht verlassen. Federwild darf nur mit Genehmigung des Fachdienstes für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover gejagt werden.
Hunde und Katze dürfen grundsätzlich weder im Sperrbezirk noch im Beobachtungsgebiet frei herumlaufen, Besitzerinnen und Besitzer müssen diese anleinen. Es besteht die Gefahr, dass diese das H5N8-Virus nach dem Kontakt mit verendeten Vögeln weiter verbreiten. Daher sollte direkter Kontakt von Haustieren mit toten oder kranken Vögeln verhindert werden.
Ausnahmen können im Beobachtungsgebiet beantragt werden, Anträge sind auf www.hannover.de/Vogelgrippe zu finden. Hinweis zum Fund von toten Wildvögeln: Wer einen toten Vogel findet, kann sich bei der Veterinärbehörde melden: Die Region ist für die 20 Städte und Gemeinden rund um Hannover zuständig. Der Fachdienst für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover ist montags bis donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr und freitags bis 12.30 Uhr unter der Telefonnummer (0511) 616-22095 erreichbar, außerhalb der Dienstzeiten läuft ein Anrufbeantworter mit einer Notfallnummer.
Singvögel und Tauben sind von der Geflügelpest äußerst selten betroffen. Sie werden daher nicht auf den Virus untersucht, müssen also nicht gemeldet werden. Dasselbe gilt für Tiere, die offensichtlich an unfallbedingten Verletzungen gestorben sind oder schon sehr verwest sind. Bei den Wildvögeln können Wasservögel, Greifvögel, Eulen, Störche, Reiher, Kraniche, Krähen, Elstern, Fasane und Rebhühner an Geflügelpest erkranken und sterben. Der tote Vogel wird dann bei einem berechtigten Verdacht auf Geflügelpest abgeholt.