Erntedankfest: trotz Alphornklang nur wenige Besucher

Viel Mühe hatten sich die Organisatoren im Vorfeld gemacht, doch die erhoffte Besucherzahl konnten sie an diesem Sonntag nicht erreichen. (Foto: Hans Hermann Schröder)
 
„Waldolix“ Claudia Mithöfer betreibt Waldpädagogik und brachte den Kindern den Umgang mit Ferngläsern näher. (Foto: Hans Hermann Schröder)

„Jede Menge Konkurrenzveranstaltungen und Ferien“

FUHRBERG (hhs). Wenn in der Ortschaft Fuhrberg das Erntedankfest gefeiert wird, dann wird diese Veranstaltung von den Vereinen und Institutionen und der Kirchengemeinde getragen. Diese Konstellation der Veranstalter und Organisatoren stellt normalerweise sicher, dass genügend Mitbürgerinnen und Mitbürger in das Umfeld der Ludwig-Harms-Kirche kommen, um zu schauen und die unterschiedlichen Angebote zu genießen.
Gleich nach dem Gottesdienst strömten die Besucher zu den Ständen. Das Wetter spielte mit und es blieb trocken. Aber so richtig zufriedenstellen konnte die Besucherzahl dennoch niemanden. Und so verwundert es nicht, dass Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer sich keinen Illusionen hingab: „Es gibt eine ganze Menge Konkurrenzveranstaltungen für uns hier in Fuhrberg“, brachte er die Situation auf den Punkt. „In Burgdorf der Oktobermarkt, in Wettmar der Tag des Heimatvereins, im benachbarten Meitze Schleppjagd mit der Meute und darüber hinaus sind auch noch Ferien“, so sein Fazit.
Daran konnten auch die Alphornbläser Hambühren-Fuhrberg um Heiner Neddermeyer nicht viel ändern. Als sie gegen Mittag zum ersten Mal ihre übergroßen Instrumente auspackten und einige Melodien zum Besten gaben, hätte das ein Weckruf für die Fuhrberger ein können. Der sonore Ton der Alphörner und die schönen Harmonien, von denen diese ganz besondere Art der Musik lebt, war nicht der Lockruf für die Fuhrberger, zum Erntedankfest zu kommen.
Dort gab es eine Menge Auswahl an Speisen und Getränken zu genießen, die aus den namhaften Küchen des Ortes stammten, dem Heidehotel Klütz und dem Spargelhof Heuer. Für die Freunde der eher süßen Dinge hatten Fuhrbergs fleißigste Bäckerinnen wieder für ein riesiges Kuchenbüffet im Gemeindehaus gesorgt, das insbesondere bei den eher älteren Besuchern auf großen Zuspruch stieß. Und die erstmals angebotene „Frischmarkttasche“ des neuen Lebensmittelversorgers in Fuhrberg erfreute sich großer Beliebtheit. Hausgemacht-Herbstliches bot Birnschnieders Hof feil, leckere Marmeladen und Liköre, nach alten bewährten Rezepturen.
Draußen an der frischen Luft war auch an die Unterhaltung der großen und kleinen Gäste gedacht: Das Kettenkarussell war da, die Fuhrberger Zimmerei begeisterte wieder mit dem Nagelbalken und ihren beliebten Give Aways. An einem Gemeinschaftsstand präsentierten sich die Bezirksförsterei, die Wasserwerksforsten, der Hegering Burgwedel und Waldolix. Bei den Förstern ging es darum, von einem Stück Holz möglichst genau ein Pfund abzusägen. Dafür gab es dann Kaminholz und andere schöne Preise.
Der Hegering machte Werbung für Wild und Jagd und beantwortete alle Fragen der Neugierigen. Bei Günter Schröder, dem Förster von Enercity, konnten die Kleinen mit der Kinderarmbrust um Preise schießen und Claudia Mithöfer von Waldolix stellte ihre waldpädagogisches Programm vor, das von der Betreuung von Schulklassen bis hin zur alternativen Gestaltung von Kindergeburtstagen reicht. Das Erntedankfest endete mit einer stimmungsvollen Andacht in der Ludwig-Harms-Kirche.