Ernst-Heinrich Köneke verstorben

Der Ehrenratsherr Ernst-Heinrich Köneke verstarb im Alter von 82 Jahren. (Foto: Renate Tiffe/Archiv)

Der Ehrenratsherr der Stadt verstarb im Alter von 82 Jahren

WETTMAR (ti). Er war und bleibt eine der herausragenden Persönlichkeiten der Burgwedeler Kommunalpolitik. In 47 Jahren Mandatstätigkeit hat er, stets an vorderster Stelle, die Geschicke der Gemeinde, der Stadt mit bestimmt. Im Rahmen des Triumvirats – wie er es nannte - von Bürgermeister Dr. Karsten Hoppenstedt und Verwaltungsdirektor Johannes Schönhoff hat er Burgwedel zu dem gemacht, was es heute ist: u.a. eine der finanzstärksten Kommunen in der Region Hannover. - Am 1. November hat ein plötzlicher Herztod dem Leben von Ernst-Heinrich Köneke ein Ende gesetzt.
„Alles hat seine Zeit“ pflegte er in den späten Jahren seines öffentlichen Wirkens oft zu bemerken. Die Zeit von Ernst-Heinrich Köneke begann 1964 als Ratsherr der damals noch selbständigen Gemeinde Wettmar, zuerst noch Mitglied der FDP, von der er bald zur CDU überwechselte. Er gehörte dem Interimsrat an, der im Jahr 1974 zur Gründung der Gemeinde Burgwedel führte. Sein Ratsmandat dauerte bis 2011. und schloss zeitweilig die Position als zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters mit ein.
In Wettmars Ortsrat war Köneke bis 2001 Ortsbürgermeister. Unter seiner Ägide konnte sich die Einwohnerzahl des zweitgrößten Ortsteils Burgwedels dank seiner hervorragenden Infrastruktur von 1.700 bis 3.700 erhöhen. Daran hat sich bis heute nichts wesentliches mehr verändert.
Innerhalb seiner weitverzweigten ehrenamtlichen Tätigkeit bekleidete Köneke über die Ratszugehörigkeit hinaus, lange Zeit viele Spitzenämter in Verbänden wie danem Wasserverband und Vereinen, wie dem TSV Wettmar. Er hat den Heimatverein für das Kirchspiel Engensen-Thönse-Wettmar initiert und mit gegründet, war lange im Vorstand der Kirchengemeinde, gehörte dem Landvolk an und weit über 50 Jahre der Freiwilligen Feuerwehr, war Mitglied im Männergesangverein und Schützenverein.
Er fühlte sich überall mit verantwortlich, sein Rat war als vorausschauend geschätzt, seine Fahigkeit als Vermittler anerkannt, weil er auch die Standpunkte anderer respektierte. Er redete immer Klartext und konnte vor allem auch Vertrauen schaffen.
Versteht sich, dass dem gebürigen Wettmaraner in seinem langen öffentlichen Leben viele Ehrungen zuteil wurden. Ehrenbezeugungen in Bronze, Silber und Gold wurden ihm in Wettmar und von der Stadt Burgwedel verliehen, deren Ehrenratsherr er war. Als er im Mai 2013 Träger des Bundesverdienstkreuzes wurde, nannte ihn der damalige Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt „einen Glücksfall für Burgwedel“. Als Mittler zwischen Kommune und Landwirtschaft habe er wesentlich zur Stadtentwicklung beigetragen.
Als „rauen Kerl“ bezeichnete Köneke sich selbst bei dieser Gelegenheit. Viele vermuteten jedoch mit Recht, dass hinter der harten Schale ein sensibler Kern steckte.
Politische Ambitionen über die kommunale Ebene hinaus, waren von Köneke nicht bekannt. Zu bindend war das Verantwortungsgefühl des ausgebildeten Landwirts für seinen Hof und für seine große Familie. Tatkräftig zur Seite stand ihm seine Ehefrau Elisabeth. Vier Töchter wurden dem Ehepaar geboren, die es mittlerweile auf sieben Enkel und zehn Urenkel gebracht haben.
In den letzten Jahren hat das Wettmarer Urgestein sich immer weiter zurückgezogen. Von seinem Hof „Auf der Horst“ konnte er vom „Berg“ hinunter schauen auf sein Dorf.
Am 9. November wird der Verstorbene zu Grabe getragen. Die Trauerfeier findet um 14.00 in der St. Marcus-Kirche statt.