Erdarbeiten für den Frischmarkt haben begonnen

Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer, rechts, im Gespräch mit Hans Jürgen Brandenburg, der am Montag mit dem Radlader die Erdarbeiten für den Frischmarkt in Fuhrberg begonnen hat. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Endgültige Genehmigung wird noch diese Woche erwartet

FUHRBERG (hhs). Neuigkeiten bleiben nicht lange unentdeckt, wenn sie knapp acht Meter lang und mit der Fahrerkabine drei Meter hoch sind: Als am Freitag ein großer Radlader nachmittags auf dem Bauplatz des zukünftigen Frischmarkts in Fuhrberg abgestellt wurde, ging diese Neuigkeit wie ein Lauffeuer durch den Ort: Die Erdarbeiten für den Nahversorger haben endlich begonnen.
Bei den „treibenden Kräften“ des Marktprojekts klingelten die Telefone, sagte Ortsbürgermeister Heiner Neddermeyer im Gespräch mit den Burgwedeler Nachrichten. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger wollten nun genau wissen, ob nun die heiße Phase des Neubauprojekts beginnt.„Sie beginnt“, sagte Neddermeyer am Montagmittag kurz und bündig.
Und es war auch schon deutlich zu sehen: Der schwere Radlader der Baufirma Mertens schob den Mutterboden ab, Richtung L 310, wo dieser ein paar Meter weg von der Fahrbahn in langen Mieten erst einmal zwischengelagert wird. Der Fahrer der Baumaschine Hans Jürgen Brandenburg hatte morgens früh mit den Arbeiten begonnen. Ein weiteres Team seiner Firma hatte unterdessen zur Schaufel gegriffen und an drei Stellen im Bereich des Randbereichs zur Bebauung hin nach dem dicken Druckrohr der Ringberegnung gesucht.
„Der Mutterboden hier vorn bleibt nicht lange liegen“, erklärte Brandenburg das weitere Procedere. Er werde in ein paar Tagen abgefahren, wenn von der L310 zum Bauplatz eine Behelfszufahrt eingerichtet sei. Das gehe recht zügig, sobald kontrolliert worden sei, welche Leitungen sich dort neben der Fahrbahn verbergen. Dann werde man auch noch eine Fläche vorbereiten, auf der die schweren Baufahrzeuge die Erde aus ihren Reifenprofilen verlieren, bevor sie wieder auf die Landesstraße fahren. Weitere 400 Kubikmeter Mutterboden werde er noch im hinteren Bereich des Grundstücks zusammenschieben. Diese bleiben dort liegen, bis sie später wieder verwendet werden.
Er habe die Teilgenehmigung für die Erdarbeiten in der vergangenen Woche von der Region Hannover erhalten. Mit der endgültigen Baugenehmigung rechne er noch in dieser Woche, zumindest habe die Region das zugesagt, so Neddermeyer. Er könne sich eigentlich nicht vorstellen, dass es weitere Verzögerungen geben wird. Immerhin habe er in den vergangenen Wochen alle Bedenken und Einwände gegen den Markt in langwierigen Gesprächen ausräumen können. Einer Genehmigung stehe nun nichts mehr im Wege.
Auch Architekt Krumwiede warte auf den Startschuss. Die Baufirmen stünden „Gewehr bei Fuß“, er gehe davon aus, dass die Erdarbeiten in ein paar Tagen abgeschlossen sind. Daran anschließend könne man, wenn denn die Genehmigung eingetroffen sei, sofort damit beginnen, die Grundplatte für das Gebäude des Frischmarkts zu gießen.
Dann soll alles sehr schnell gehen mit dem Markt. Mitte August soll das Projekt so weit gediehen sein, dass Marktbetreiber Torsten Pagel mit der Einrichtung beginnen kann. Die Eröffnung ist für September terminiert. Die Pläne für den Frischmarkt Fuhrberg sehen vor, dass der Markt selbst vom Warensortiment her dem Frischmarkt in Resse in der Gemeinde Wedemark entspricht.
Auch der Markt wird seit gut zwei Jahren mit Erfolg von Torsten Pagel betrieben. Darüber hinaus wird die Bäckerei Rehbock in den Fuhrberger Markt einziehen. Bäckermeister Carsten Rehbock betreibt sein Handwerk vom Standort Helstorf aus und führt in der Nachbargemeinde Wedemark und in den Neustädter Ortsteilen eine ganze Reihe von Filialen.
In Sachen Backwaren ist im Gespräch, der Bäckereifiliale ein Bistro anzugliedern. Auch das Angebot an Fleisch und Wurst ist bald reine Handwerkssache. Lars Grimsehl aus Brelingen wird mit seinem Team für frische Fleisch- und Wurstwaren sorgen. Und es soll noch ein weiteres Loch in der Fuhrberger Versorgungslage gestopft werden: Die Hannoversche Volksbank wird in dem neuen Markt eine Finanzagentur eröffnen, bei der alle Bankgeschäfte einschließlich der notwendigen Barauszahlungen getätigt werden können.