Entwicklungskonzept für den Würmsee im Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau

Der Würmsee könnte im Verbund der hochwertigen Landschaftsräume der nördlichen Region Hannover einzigartig werden. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Region Hannver will erforderliche Maßnahmen schon 2013 bezuschussen

GROSSBURGWEDEL (hhs). Der Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau der Stadt Burgwedel wird sich auf seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, den 10. Januar, um 18.00 Uhr im Amtshof mit einem Entwicklungskonzept für den Würmsee befassen.
Die Situation des Würmsees ist desolat. Das ist allgemein bekannt. In der Vergangenheit wurde die Problematik der Wiederbelebung des Sees in allen Facetten diskutiert auf der Basis, dass dieses Gebiet eine hohe Bedeutung für die Naherholung hat. Gespräche zwischen dem Besitzer der Fläche, dem Realverband Kleinburgwedel, der Stadt Burgwedel und der Region hatten aber zu keiner Lösung geführt. 2011 hatte die Region Hannover formuliert, beim Würmsee bestehe dringend Handlungsbedarf, solle er nicht noch weiter an Bedeutung verlieren. Sein Entwicklungspotential als regionales Naherholungsgebiet hat die Region schließlich bewogen, ein Entwicklungskonzept zu fördern. Dieses liegt nun vor und wird im Verlauf der Ausschusssitzung vorgestellt.
Weiter heißt es, die Region Hannover habe außerdem in Aussicht gestellt, schon 2013 erforderliche Maßnahmen zur Umsetzung des Entwicklungskonzepts zu bezuschussen, sofern sich der Realverband Kleinburgwedel und die Stadt Burgwedel zu dem Projekt bekennen und 60% der Kosten übernehmen. Neben der Förderung durch die Region soll die Stadtverwaltung versuchen, weitere Fördermittel zu generieren.
Für das Entwicklungskonzept zeichnet das Büro für Freiraumplanung Christine Früh verantwortlich. Die Planer kommen zu dem Schluss, der See biete enormes Entwicklungspotential, müsse aber zunächst verkehrlich besser an die bestehende Infrastruktur der Naherholung angebunden werden. Neue Zufahrten für Rad und Pkw-Verkehr und bessere Ausschilderungen sollen das Problem lösen.
Der See habe wegen seines schwankenden Wasserstands und der damit einhergehenden Verlandung an Bedeutung verloren. Die bisher dagegen durchgeführten Maßnahmen, Zupumpen von Grundwasser, hätten das Problem nicht verändert. Fünf Lösungsansätze wurden nun untersucht: Natürliche Entwicklung, natürliche Entwicklung und Anhebung des Grundwasserstands, Pumpen, Vertiefung mit Raupenkettenbaggern, Vertiefung mit Sandbaggern. Die Variante natürliche Entwicklung und Anhebung des Grundwasserspiegels gilt als die Umweltverträglichste und sie ist auch kostengünstig. Deswegen ist die sukzessive Verlandung des Sees zentraler Punkt des Konzepts für das Naturerleben. „Der Zustand des Sees als in der Veränderung begriffener Landschaftsbestandteil soll im Rahmen der Besucherinformation gezeigt werden. Die Verlandung des Sees ... und der Erhalt der Seefläche als derzeit wichtiger Bestandteil des Lebensraums und Landschaftsbilds kann zumindest mittelfristig gesichert werden“, formuliert es das Konzept. Daraus werden Angebote zur ruhigen Naturerholung entwickelt: Ein Beobachtungsturm, neues „Mobiliar“ rund um den See, Anlage eines Spielplatzes, Einrichtung von Informationspunkten rund um den See. Das Fazit der Planer: „Nicht nur durch die Qualität und Schönheit des Naturraums, das Nutzungsangebot im Zusammenhang mit Naturerfahrung, sondern auch durch ein inklusives Angebot kann der Würmsee im Verbund der hochwertigen Landschaftsräume der nördlichen Region Hannover einzigartig werden“.