Engagierte IGK-Mitglieder werden händeringend gesucht

Der IGK-Stammtisch war sich einig: Burgwedel braucht die IGK.

Spannende Diskussion zum Thema "Braucht Burgwedel die IGK noch?"

BURGWEDEL (bs). Unter der provokanten Fragestellung „Braucht Burgwedel die IGK noch?" hatte die Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute zum Stammtisch eingeladen.
„Toll, der größte Stammtisch seit langer Zeit“, freute sich der 2. Vorsitzende Carsten Knisch über 23 Anwesende. Allerdings bestand ein gutes Drittel der Gäste aus den Reihen des Vorstandes und Nichtmitgliedern. Ungeachtet dessen, dass viele IGK-Mitglieder die Abstimmung über die Fragestellung mit Nichterscheinen beantworteten, entwickelte sich eine rege Diskussion.
Das Hauptthema des Abends erläuterte Vize-Chef Knisch: Dem Vorstand werden ab März drei Mitglieder fehlen und der IGK-Chef Karlheinz Schridde sei nicht mehr bereit, die vielen ehrenamtlichen Stunden ohne eine Aufwandsentschädigung zu leisten.
Über das Jahr gerechnet belaufe sich sein Einsatz auf rund 50 Stunden im Monat, führte Schridde aus. Zeit, in der er seine Firma vernachlässige und dies könne er sich schlicht und ergreifend nicht mehr leisten. Er wolle nicht an der IGK verdienen, betonte der IGK-Chef, aber so könne es nicht weitergehen. „Es wäre auch eine Anerkennung meiner Leistung“, ergänzte er abschließend.
Schnell waren sich die Diskussionsteilnehmer darüber einig, dass eine geringe Beitragserhöhung dieses Problem unkompliziert lösen könne. Dennoch bleibt die Schwierigkeit, dass sich die zu leistende Arbeit auf zu wenige Schultern verteilt. Ob zum Weihnachtsmarkt, Stadtfest, Jazz unter Sternen oder beim Aufstellen der Weihnachtsbäume im Zentrum – alle Hilferufe um die ein oder andere helfende Hand verklingen ungehört. „Es sind immer nur die paar dabei, die sich schon seit Jahren engagieren“, monierte Vorstandsmitglied Matthias Lühning.
„Warum nicht, wie in anderen Vereinen auch, eine kleine Mindeststundenleistung für Arbeitseinsätze einführen“, so die spontane Idee aus dem Forum. Diese könnten praktisch oder, wer dies nicht möchte, geldlich abgeleistet werden, so der Vorschlag. Wie das mit großen Unternehmen, wie beispielsweise Rossmann oder Kind geregelt werden könne, müsse im persönlichen Gespräch geklärt werden.
„Wir brauchen die IGK“, betonte abschließend Großburgwedels Ortsbürgermeister Fortmüller. Nicht mehr vorstellbar sei Burgwedel ohne Stadtfest, Weihnachtsmarkt, Buntes Burgwedel oder Jazz unter Sternen – Aktionen, die Burgwedel weithin ins Umland zu einem beliebten Anziehungspunkt machen.
Das Schlusswort gehörte Carsten Knisch, der noch einmal eindringlich betonte, wie dringlich der Aufruf nach engagierten Mitgliedern nicht nur für die Vorstandsarbeit sei! Endgültig entschieden über die Zukunft der IGK wird bei der Mitgliederhauptversammlung der IGK am 16. März. Bleibt zu hoffen, dass sich das ein oder andere IGK-Mitglied bis dahin Gedanken gemacht hat, wie es wohl um Burgwedel bestellt wäre ohne die Interessengemeinschaft Großburgwedeler Kaufleute.