Endspurt der Liberalen vor der Wahl

Christian Dürr (r.), niedersächsischer Spitzenkandidat der FPD, wirbt im Wahlkampf für Innere Sicherheit, Fachkräftegewinnung und Digitalisierung: „Deutschland muss da mehr machen!“ (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Freie Demokraten der Region feierten Sommerfest unter dem Motto „Denken wir neu“

ISERNHAGEN/BURGWEDEL/REGION (bgp). Die FDP der Region Hannover feierte ein Sommerfest mit buntem Familienprogramm und einem abendlichen Empfang auf dem Hof der Familie von Rautenkranz in Kirchhorst. Das Wetter war mit milden Temperaturen und Sonnenschein ideal für das Hoffest unter freiem Himmel, das von der Band „Spicy M“ musikalisch stilvoll untermalt wurde.
Als besonderen Gast begrüßte der Vorsitzende der FDP Region Hannover, Dr. Christian Possienke, den niedersächsischen Spitzenkandidaten seiner Partei, Christian Dürr. Dieser musste zunächst die fröhlichen Kinder auf der Hüpfburg übertönen und eröffnete launig seine Rede mit der Feststellung: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik!“
Dürr griff damit in die Themenkiste der zukünftigen Generation und führte die Digitalisierung an, die seiner Ansicht nach in Deutschland nicht genügend vorangetrieben werde. Die von der Bundesregierung angestrebte Datenrate von 50 Megabyte pro Sekunde für jeden Haushalt sei längst überholt und orientiere sich näher an Nord- als an Südkorea, das mit einer angestrebten Datenrate von 10 Gigabyte wesentlich weiter entwickelt sei. Selbst in osteuropäischen Ländern sei man mit der Digitalisierung längst weiter: „Deutschland muss da mehr machen“, bekräftigte Dürr seine Ausführungen.
Im Zuge dessen leitete der Spitzenkandidat zum Thema Fachkräftemangel über: „In einigen Jahren werden junge Menschen in Berufen arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt.“ Ohne die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte werde Deutschland auf Dauer den Wohlstand nicht sichern können, sagte Dürr und bemängelte, dass die Bundesregierung bisher kein angemessenes Einwanderungsgesetz auf den Weg gebracht habe.
In punkto „Innere Sicherheit“ machte er den Standpunkt seiner Partei deutlich, dass in Deutschland genügend Gesetze vorhanden seien, diese jedoch nicht ausreichend umgesetzt werden würden. Die FDP wolle keine neuen Gesetze, sondern wünsche sich deren konsequente Umsetzung.
Zusätzlich sei es erforderlich, die Polizeikräfte und die Sicherheitsüberwachung zu verstärken. Dürr betonte dennoch: „Vorratsdatenspeicherung ist nicht das Allheilmittel.“ In der Bundespolitik wolle sich die FDP dafür einsetzen, dass sich Politik und Staat um die wichtigen Bereiche kümmern.
Christiane Hinze freute sich über vier neue Mitglieder in der Partei, die damit weiter zukunftsfähig aufgestellt bleibe. Sie hofft ebenso wie die gesamte Parteiführung nach den Wahlen auf einen Wiedereinzug der FDP in den Bundestag: „Wir sind eine starke liberale Stimme in Berlin aus Niedersachsen!“ Die langjährige Vorsitzende des Ortsverbandes Isernhagen und Fraktionsvorsitzende der FDP in der Region Hannover, möchte sich zukünftig auch auf der Landesebene engagieren. Sie wurde Mitte August in einer FDP-Landesvertreterversammlung auf Platz 15 der Landesliste zur Wahl des Niedersächsischen Landtages am 15. Oktober 2017 gewählt.