Elternbefragung zur Schullandschaft in Burgwedel in Vorbereitung

Sie stellten die Fragebogenaktion vor (v.l.): Bürgermeister Axel Düker, Olaf Slaghekke, Jochen Rödiger, Katrin Kaiser und Torsten Rieckenberg an der Rathausterrasse. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Vertreter aller Fraktionen bitten um rege Teilnahme

BURGWEDEL (hhs). Am Donnerstag nutzte Burgwedels neuer Stadtbürgermeister Axel Düker mit einem sehr wichtigen Thema die Gelegenheit zu seinem ersten Pressegespräch im neuen Amt. Thema war eine Elternbefragung zur Schullandschaft in der Stadt Burgwedel, die im Mai stattfinden soll.
Mit dabei waren die Vertreter der Ratsfraktionen von CDU, SPD und Grünen Thorsten Rieckenberg, Jochen Rödiger und Olaf Slaghekke sowie von der Verwaltung die Leiterin des Sozialamts Christiane Concilio und Katrin Kaiser als Vertreterin des Stadtelternrats.
Axel Düker führte zunächst aus, mit der Befragung wolle die Stadt Burgwedel zweierlei erreichen: Alle Eltern sollen einen Überblick über Burgwedels schulische Möglichkeiten finden. Und im zweiten Schritt können alle Eltern auf dieser Basis ihre Wünsche und Anregungen für die weitere Entwicklung der Schullandschaft in Burgwedel formulieren.
Deswegen wird dem Fragebogen eine kurze Beschreibung der in Burgwedel bestehenden Schulformen vorweg gestellt. Die Verwaltung habe sich bemüht, diese so wertfrei wie möglich zu formulieren, erklärte Christiane Concilio. Man habe sich um sachliche Kürze bemüht. Der Fragebogen als zweiter Teil sei so gestaltet worden, dass daraus belastbare Daten auch für die Zukunft gezogen werden können, so Axel Düker. Deswegen habe man die Gruppe der zu befragenden Eltern um einige Jahrgangsbereiche erweitert.
Allerdings, da sind sich alle Beteiligten einig, der gesamte Aufwand könne nur zu einem vernünftigen Ergebnis führen, wenn möglichst viele Eltern die Fragebögen zurückschicken werden. In der Nachbargemeinde Isernhagen sind bei einer vergleichbaren Aktion nur 23 % der Fragebögen wieder bei der Gemeinde eingetroffen.
„Zu wenig“, sagt Düker. „Da müssen wir deutlich drüberliegen. Den Eltern muss klar sein, dass sie mit der Rücksendung dieser Fragebögen den weiteren Ausbau des Schulangebots in Burgwedel mitbestimmen können“. Deswegen wollen Politik und Verwaltung in den kommenden Wochen alle Möglichkeiten nutzen, um mit allen Multiplikatoren auf eine möglichst breite Resonanz und Teilnahme an der Aktion hinzuarbeiten.
Torsten Rieckenberg von der CDU wünschte sich auch einen hohen Rücklauf als einen Hintergrund, auf dem man die Weiterentwicklung offen diskutieren könne. Jochen Rödiger von der SPD forderte die Eltern auf, die Fragebogenaktion als Chance zu begreifen, die Zukunft ihrer Kinder und die Zukunft des Schulsystems in Burgwedel mitgestalten zu können. Auch Olaf Slaghekke von den Grünen mahnte eine starke Teilnahme an: „Nur so können wir später die weiteren Entscheidungen auf große Füße stellen“, sagte er.
Der weitere Gang der Dinge wird von der Stadt Burgwedel wie folgt geplant: Am Dienstag, den 29. April wird es eine Informationsveranstaltung über die Fragebogenaktion in der Aula des Gymnasiums Großburgwedel geben. Am Mittwoch, den 7. Mai folgte eine weitere in der Grundschule Wettmar. Die korrekten Zeiten für beide Veranstaltungen werden später bekannt gegeben.
Die Fragebögen an etwa 1.700 Eltern werden am 8. Mai verschickt werden. Am 22. Mai sollen möglichst viele Fragebögen wieder bei der Stadt Burgwedel eingetroffen sein. Die Anonymität der Eltern bei der Beantwortung der Fragebögen sei garantiert, so der Bürgermeister. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam mit denjenigen der Fragebogenaktion in Isernhagen veröffentlicht.
Im Ergebnis könne das alles zu einem Antrag auf die Errichtung einer IGS führen, so Düker weiter. Damit sei aber schwerlich vor 2016 zurechnen. Dazu müsste sich diese Schulform erst einmal in Burgwedel definieren, wozu natürlich die gegenwärtige Fragebogenaktion ein erster Schritt sein könne. Aber es müssten im Vorfeld auch die Gebäudesituation und die Fragen rund um die Inklusion geklärt werden. Schließlich müsse auch abgeklärt werden, was mit der Oberschule geschehe, wenn Burgwedel eine IGS erhält.