Eine runde Sache: die Geburtsklinik mit Wohlfühlfaktor

Mit Leidenschaft bei der Sache: Die leitende Hebamme Karin Heine (r.) sprach begeistert von ihrer Arbeit und den neuen Kreißsaal-Betten, die neben der besonderen Funktionalität in freundlichen Farben wie Gelb und Rot daher kommen. (Foto: Anna Kentrath)
 
Clown Magic Berni unterhielt die Kinder beim Tag der offenen Tür der Geburtsstation des Klinikums in Großburgwedel und sorgte für einige Lacher. (Foto: Anna Kentrath)

Besucherandrang beim Tag der offenen Tür im Klinikum Großburgwedel

GROSSBURGWEDEL (ak). Zu Beginn einer Schwangerschaft scheint die Geburt des Kindes noch ewig hin, doch je schneller die Wochen dahin fliegen, desto drängender wird die Frage, wo das große Ereignis denn stattfinden soll.
Wo fühle ich mich wohl, welche medizinischen Ausstattungen sind für mich wichtig, wie ist das Kind versorgt? Solche und ähnliche Fragen konnten vergangen Samstag in angenehmer Atmosphäre in Ruhe beim Tag der offenen Tür der Geburtskliniken des KRH Klinikums Region Hannover gestellt werden, so auch im Großburgwedeler Krankenhaus.
Runde Bäuche, muntere Kinderstimmen und viele bunte Luftballons bestimmten das Bild beim Tag der offenen Tür auf der Entbindungsstation im Klinikum Großburgwedel. Bereits am Vormittag tummelten sich zahlreiche interessierte Schwangere, teils gemeinsam mit dem werdenden Vater, aber auch Mutter, Oma, Schwester oder bester Freundin in den hellen, freundlichen Räumlichkeiten. Die Besucher ließen sich durch die Kreißsäle führen, plauderten ungezwungen mit Hebamme oder Oberarzt und freuten sich über ein ansprechendes Rahmenprogramm.
Zum Glück schien an diesem Vormittag in Sachen Geburten nicht viel zu passieren, sodass die Kreißsäle ausgiebig in Augenschein genommen werden konnten. Auch die stellvertretende Stationsleiterin und leitende Hebamme Karin Heine freute sich an diesem besonderen Tag darüber, denn das gab ihr die Möglichkeit die ebenso schicken wie funktionalen neuen Kreißsaalbetten vorzustellen zu können. Multifunktional lassen diese von der liegenden Gebärposition auch ein Sitzen oder darauf Stützen zu, da sie problemlos in zwei Teile umgebaut werden können, in einen Hocker, zum Beispiel für den werdenden Vater und einen höhenverstellbaren Sitz für die Gebärende.
Hier zeigte sich bereits der Grundgedanke der Großburgwedeler Entbindungsstation: Die werdende Mutter soll sich rundum wohl und geborgen fühlen. „Ich schätze es sehr hier zu arbeiten“, so Hebamme Karin Heine begeistert, denn „wir schaffen, für eine sehr familiäre Atmosphäre zu sorgen“. Es sei ihrer Meinung nach das Wichtigste „im Gespräch Vertrauen aufzubauen“, immer „offen und ehrlich“ zu den werdenden Müttern zu sein und für Entspannung zu sorgen. „Die Frauen tun, wenn man sie lässt, instinktiv die richtigen Sachen“ und bekommen alle Unterstützung, die sie brauchen, angefangen bei der weichen Matte, weil sie sich auf dem Boden wohler als auf dem Bett fühlen, bis hin zu verschiedenen Möglichkeiten der Schmerzminderung.
Neben einer entspannten Situation, das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse in der außergewöhnlichen Situation der Geburt, zählen aber ganz klar auch die Sicherheitsmaßnahmen für den Notfall zu den Stärken einer Geburtsklinik. „Ich bin so entspannt, weil das Notfallmanagement stimmt“, betonte Karin Heine gegenüber den Burgwedeler Nachrichten. Hier gebe es „alles, was man braucht, um einen Notfallkaiserschnitt durchführen zu können“. So habe der letzte Notkaiserschnitt von dem Zeitpunkt an, wo die Herztöne des Babys sich verschlechterten und die Entscheidung fiel, bis das Kind da war, nur 6 Minuten gebraucht, so Oberarzt Klas Hendrik Wulfmeyer. Alle Ärzte hier seien außerdem in der Erst- und auch Notfallversorgung eines Säuglings ausgebildet und von der Bult könne innerhalb von 15 Minuten jemand vor Ort sein.
Der Vorteil einer Klinik wie Großburgwedel liege ganz klar auf der Hand, bei einer Anzahl von 500 bis 550 Geburten pro Jahr wäre nicht so ein enormer Andrang zu verzeichnen, wie in bedeutend größeren Häusern, in denen man sich als Gebärende „manchmal hinten anstellen muss“, erläuterte der Oberarzt die Vorzüge Großburgwedels weiter.
Hebammen wie Oberärzte freuten sich über die vielen Gespräche, die zahlreichen Fragen und boten gleichzeitig noch ein wunderbares Erlebnispaket für die werdenden Eltern, wie Sonographie, bunte bemalte Bäuche oder Gipsabdrücke desselbigen. Aber auch für Geschwisterkinder wurde etwas geboten, wie zwei Vorstellungen des Clowns Magic Berni und Kinderschminken. Ein gelungen bunter Tag, den viele schwangere Besucherinnen dazu nutzetn vor Ort gleich ihre Anmeldung für das anstehende Ereignis im Klinikum Großburgwedel vorzunehmen.