Eine kreative Kunstpause für „Kunst in Bewegung“

Das KIB-Organisationsteam Britt Buvrin-Wolff und Martin Vietmeyer hat sich sich eine einjährige kreative Kunstpause verordnet. Das dritte Mitglied im Bunde, Christina Jehne, war zum Termin verhindert. (Foto: Birgit Schröder)

Burgwedeler Kunstevent erst wieder im Jahr 2014

GROSSBURGWEDEL (bs). Nach sieben Jahren „Kunst in Bewegung“ in Folge hat sich das KIB-Organisationsteam, bestehend aus Christina Jehne, Britt Buvrin-Wolff und Martin Vietmeyer, eine kreative Schaffenspause verordnet.
„Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen“, erklärte Martin Vietmeyer, aber wir sind mit der Entwicklung, die Kunst in Bewegung vollzogen hat, einfach nicht glücklich“, fuhr er fort. „Unser ehrenamtliches Engagement ist immer getragen worden von dem großen Enthusiasmus, der sich dann auch auf die teilnehmenden Künstler übertragen hat, doch wir sind seit geraumer Zeit alle beruflich so eingespannt, dass wir der Aufgabe, so wie wir uns das vorstellen, nicht mehr gerecht werden konnten“, führte Britt Buvrin-Wolff weiter aus.
In den nächsten Tagen gehen die Informationen über die Absage an die Künstler raus und das Organisationsteam hofft auf möglichst viel Rücklauf. „Wir möchten gemeinsam mit den Künstlern in Klausur gehen, Ideen entwickeln, welche Wünsche und Neuerungen sich die Teilnehmer für KIB 2014 wünschen“, so Vietmeyer.
Dieses „Zurück zu den Wurzeln“ ist nur ein Ziel dieser selbst verordneten Zwangspause. Schließlich sei Kunst in Bewegung ursprünglich von Burgwedelern für Burgwedeler ins Leben gerufen worden. Natürlich freue man sich über jeden auswärtigen Besucher, der Lust hat, bei dieser ungewöhnlichen Art der „Kunst-Landpartie“ dabei zu sein, doch die Konzentration auf den Kernort Großburgwedel war so, wie in den letzten Jahren geschehen, nicht geplant.
„Unsere beruflichen Verpflichtungen haben uns einfach nicht mehr die Zeit gelassen, Kontakte mit den Ortsbürgermeistern und Kunstinteressierten in den anderen Ortschaften Burgwedels zu pflegen, geschweige denn neue Ideen zu entwickeln“, bilanziert Vietmeyer die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre. Auch der Teamgeist des Organisationsteams habe darunter gelitten. „Wir brauchen wieder mehr „Landpartie“ und weniger Kommerz“, ist sich das Dreigerstirn einig. Natürlich solle Kunst verkauft werden, aber es müsse ein fairer Handel sein.
Der Maxime „Was Kunst ist, haben wir nicht zu entscheiden“ bleibt das Orga-Team auch für KIB 2014 treu. Nun, befreit von dem Druck, im Dezember die Planungen für den neuen Katalog abgeschlossen haben zu müssen, kommen auch die ersten neuen Ideen auf den Tisch: Leihfahrräder für die auswärtigen Besucher, die Einbindung von Musik, Literatur und eventuell sogar Theater in Kunst in Bewegung. „Wir freuen uns auf ein kreatives Jahr“, so Vietmeyer mit der Hoffnung, auf möglichst viel Feedback von den teilnehmenden Künstlern und jenen, die Ausstellungsräume zur Verfügung stellen.
Verständnis für die einjährige Kunstpause zeigt auch Karlheinz Schridde, Vorsitzender der IGK, unter deren Dach das Kunstevent durchgeführt wird. „Für KIB ist ein unglaublich hoher ehrenamtlicher Einsatz erforderlich. Ist das Kunstwochenende vorbei, müssen schon die Planungen für das nächste Jahr in Angriff genommen werden“, so der IGK-Chef. Natürlich bedaure er die Absage für 2013, aber Kunst brauche Kreativität, und so blickt Schridde gespannt auf das KIB-Jahr 2014.