Ein Streich-Quartett der Extra-Klasse

Das Streichquartett bezauberte die Besucher im Amtshof. (Foto: Renate Tiffe)

Junge Wiener Musiker begeisterten im Amtshof

GROSSBURGWEDEL (ti). Vier junge Musiker, zwei Damen und zwei Herren, ausgebildet an der Wiener Musikuniversität, haben sich der Streichquartett-Kultur verschrieben, die in der Donaustadt Tradition hat. Als „Minetti-Quartett“ heimsen sie Erfolge in den Konzertsälen der Welt ein. In Burgwedel bereicherten sie den „Kulturellen Frühling“ im Amtshof.
Maria Ehmer und Anna Knopp, Violine, Milan Milojicic, Viola, und Leonhard Roczek, Violoncello überraschten das Burgwedeler Publikum mit einer eigenwilligen Interpretation von Beethovens Streichquartett f-moll. Es schloss sich das Streichquartett Nr 1 „Metamorphoses Nocturnes des ungarischen Komponisten György Ligeti (1923 – 2006) an, spannungsgeladen und mit großer Intensität dargeboten. Nach der Pause bezauberte das Streichquartett Nr. 6 f-moll von Felix Mendelssohn Bartholdy die Zuhörer im vollbesetzten Saal. Ein langanhaltender Beifall ließ die Musiker nicht ohne Zugabe gehen. Als Dankeschön fügten sie ein kleines Mozart-Stück hinzu.
Es ist schon ein Zeichen kluger Kulturpolitik, wenn es gelingt, ein solches Ensemble der Extra-Klasse nach Burgwedel zu holen. Mit ihrem 50.000-Euro Etat bestreitet Elke Schmitzdorf-Listing, die Kulturbeauftragte, etwa 10 bis 12 Veranstaltungen im Jahr, die sich anhaltender Beliebtheit erfreuen. Oft finden sie im ausverkauften Haus statt und die Karten für die 180 Plätze im Amtshof sind schnell vergriffen.