Ein Schultag mit dem Polizeiorchester Niedersachsen

In der Turnhalle wurde das musikalische Stück „Namene“ den Schüler/innen vorgetragen. (Foto: Dana Noll)

Musik, Tanz und Workshops in der Grundschule Kleinburgwedel

KLEINBURGWEDEL (dno). Präventionsarbeit „der anderen Art“ vermittelte das Polizeiorchester Niedersachsen den Schüler/innen der Grundschule in Kleinburgwedel. Mit dem Projekt „Namene“ reist das 40-köpfige Orchester in ihrem 12 Meter langen Tourbus durch Niedersachsen, um „musikalische Integrations- und Medienarbeit“ zu leisten.
„Namene“ ist ein Projekt der Schulpräventionsarbeit des Polizeiorchesters Niedersachsens. „Das Konzept wurde auf dem Präventionstag 2014 vorgestellt“, so der Koordinator für Prävention Polizeiorchester Niedersachsen, Detlef Krenz, „Es geht darum, das Medium Musik zu nutzen, um Botschaften zu den jungen Schüler/innen zu transportieren.“
Gestartet wurde um 9.15 Uhr in der Turnhalle mit einem Konzert, dass die Kinder auf eine musikalische Reise in die Welt von „Namene“ führte. Komponist Thiema Kraas erzählt die emotionale Geschichte eines kleinen afrikanischen Mädchens, das in Deutschland geboren ist, die 4. Klasse besucht und aufgrund ihrer Hautfarbe und Kultur von ihren Mitschüler/innen ausgegrenzt wird. Auf dem Schulhof wird Namene bei einer Auseinandersetzung verletzt und es werden Handyfotos gemacht, die ins Internet gelangen. Namene und ihre Eltern gehen auf ihre ganz eigene Weise mit dem Problem um und gewinnen so die Herzen der Mitschüler/innen – und auch der etwa 75 Zuhörer/innen in der Grundschule Kleinburgwedel.
Kein Medium als die Musik schien besser geeignet, dieses schwierige wie aktuelle Thema schülergerecht um zu setzen. Die Schüler/innen der 1. bis 4. Klassen applaudierten begeistert und besuchten dann die jeweiligen 20-minütigen Workshops. In der ersten Gruppe ging es hauptsächlich um das Thema physische und seelische Gewalt sowie um Zivilcourage. In der zweiten Gruppe informierte das Präventionsteam zu den neuen Medien, dem Umgang mit Rechten am eigenen Bild und klärte über Gefahren im Internet auf. Für die Schüler/innen der dritten Gruppe ging es sportlicher zu. Sie verblieben in der Turnhalle und erlernten mit den dort anwesenden Musikerinnen und Musikern den Body Percussion Part des afrikanischen Tanzes des Musikstückes, den sie als Highlight zum Abschluss vortragen durften.
„Wir haben uns schon mit dem Thema Medien auseinandergesetzt. Doch die musikalische Annäherung an das Thema erreicht die Schüler/innen mehr, als wir Lehrerinnen es vermitteln können“, so Klassenlehrerin Silke Zielke.