Ein Prachtexemplar ziert den Engenser Dorfplatz

Die Engenser haben auch in diesem Jahr wieder einen Prachtbaum auf dem Platz hinter der Feuerwehr stehen. Oben herum haben die fleißigen Helfer den Baum mit dem Kran geschmückt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Mitbürger spendete wieder einen sogenannten „Vorgartenbaum“

ENGENSEN (hhs). Am vergangenen Sonntag haben die Engenser ihren Weihnachtsbaum aufgestellt, und es ist wieder ein Schmuckstück geworden auf dem Platz hinter den beiden Feuerwehrhäusern, der Kapelle und dem Schützenhaus. Engensen hat immer wunderschön gewachsene Exemplare, meistens zwischen sieben und zehn Meter hoch. In der Ortschaft selbst hat sich für diese ansehnlichen Gewächse die Bezeichnung „Vorgartenbaum“ durchgesetzt.
In der freien Natur sind derartig schön entwickelte Fichten und Tannen eher selten zu finden. Bis ein Setzling zu einem großen Baum heranwächst, hat das Wild häufig die Pflanze schon verbissen, Schäden, die dann nicht mehr reparabel sind.
In einem gepflegten Hausgarten kann sich der Baum prächtig entwickeln. Wird gehegt und gepflegt, bis er eines Tages zu groß geworden ist. Und wenn so ein hübsches Exemplar knapp zehn Meter nahe am Wohnhaus hoch gewachsen ist, dann kommt meistens nur noch wenig Licht durch die Fenster. Äste und Zweige beginnen, an Verklinkerung, Putz oder Dach zu scheuern. Allen wird schweren Herzens klar: Der Baum muss weg!
Wird er dann als Weihnachtsbaum gespendet, haben noch viele ihre Freude daran. Darüber hinaus schimpft niemand über das Fällen des Baums, es gibt sogar Freiwillige, die das Fällen kostenlos übernehmen, den Baum abtransportieren und ihn unter Einsatz eines Krans schmücken, denn mehr als sieben Meter lange Leitern besitzen auch die Feuerwehren heute nicht mehr. Es kommen lange Lichter hinzu und das gemeinsame Schmücken bei Glühwein und Punsch stärkt den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft.
So war es auch dieses Jahr wieder in Engensen, die Kindergartenkinder hatten für Baumschmuck gesorgt, der der Einfachheit halber zu langen Ketten zusammengefügt wird, die ohne große Mühe am Baum befestigt werden. Bei so einem mächtigen Baum dauert es natürlich ein paar Stunden, ehe das Schmücken seinem Ende entgegen kommt.
So auch in Engensen am Sonntag. Wenn dann die Dämmerung kommt und die Lichterketten leuchten, dann füllt sich der Platz, der letzte Schmuck wird angebracht, der Duft von leckerem Glühwein macht sich breit, alle Beteiligten strahlen über ihre Gesichter, man lacht und freut sich über ein letztes ungezwungenes Treffen auf dem Dorfplatz in diesem Jahr und man hört dann immer wieder die vier Worte: „Nun kann Weihnachten kommen!“