Ein neuer Campus als Entree zum Schulgelände

Große Betonfläche zwischen den Schulen und das Nebeneinander von Grünflächen und Hochbeeten, lassen eine Planung nicht mehr erkennen. (Foto: Renate Tiffe)
 
Wenig einladend sieht der Eingangsbereich zur zukünftigen Oberschule aus. (Foto: RenateTiffe)

Überplanung der Außenanlagen des Schulzentrums

GROSSBURGWEDEL (ti). Nicht nur bei der Stadtentwicklung geht es derzeit in Burgwedel um ein neues, zukunftsweisendes Konzept. Auch das Außengelände des Schulzentrums bedarf einer Überplanung und Neugestaltung. Im Schulausschuss wurde jetzt ein sogenannter Masterplan vorgestellt, der die Freiflächen aller weiterführenden Schulen erfasst und zugleich eine Achse schaffen soll zu den Sportanlagen Auf der Ramhorst.
Seit 40 Jahren hat sich an den Außenanlagen des Schulzentrums nicht viel verändert. Die Frage sei jetzt, ob weiter repariert oder ob eine Neuanlage ins Auge gefasst werden soll, erläuterte der Umweltkoordinator Malte Schubert. Die Stadt habe sich entschlossen, das hannoversche Planungsbüro „grün & raum“ heranzuziehen, mit dem sie schon lange zusammenarbeitet. In dreimonatiger Arbeit sind alle Winkel der verschiedenen Schulhöfe und des Eingangsbereichs in Augenschein genommen worden. Ein Konzept wurde erstellt, das die weiteren Aspekte berücksichtigt und das der Planer Jens Martins jetzt vor dem Schulausschuss präsentierte.
Wenig einladend wirke der Eingangsbereich zur zukünftigen Oberschule. Sowohl am Pausenhof dort wie an den drei Pausenhöfen des Gymnasiums gebe es viel zu verbessern, hielt Martins im Einzelnen fest. Sein Hauptaugenmerk galt jedoch der gesamten Eingangssituation mit der großen Betonfläche zwischen den Schulen und dem Nebeneinander von Grünflächen und Hochbeeten, die eine Planung nicht mehr erkennen lassen. Der ganze Bereich soll zu einem Campus umgestaltet werden mit räumlicher Gliederung, die eine Beziehung zwischen den Schulen schaffen und zugleich die Wegachse zu den Sportstätten stärken soll. Der Baumbestand soll erhalten bleiben und ergänzt werden. Nur noch eine Querung soll es zur Busstation geben. Der Campus solle als Fläche der Begegnung entstehen und als repräsentatives Entree zum Schulzentrum, meinte Martins.
Insgesamt handelt es sich bei der Überplanung der Außenflächen um ein Millionenprojekt, das nur nach und nach umgesetzt werden kann. Wie Bürgermeister Dr. Hendrik Hoppenstedt in der Sitzung mitteilte, gelte von Seiten der Verwaltung die Priorität der Neugestaltung des Campus. Auch die Lehrer seien dieser Auffassung. Es müsse schnell etwas geschehen, weil besonders der Eingangsbereich zur Oberschule ein desolates Bild biete. Reparaturen wären fällig.
Über die Kosten zur Gestaltung des Campus gibt es bereits genauere Vorstellungen. 281.300 Euro sind für die Neuanlage vorgesehen und 176.500 Euro für die Möblierung. 58.530 Euro soll der Abriss kosten. Inklusive der Baunebenkosten wird mit einer Summe von etwa 600.000 Euro gerechnet. In der Planung mit enthalten ist die Verlagerung des Wendehammers, nicht jedoch die Veränderung am Busbahnhof. Dazu muss ein eigenes Verkehrsgutachten eingeholt werden. Der Verkehr am Busbahnhof betrifft die ganze Stadt. Dort gibt es durch den orientierungslosen Zugang Probleme und Gefahren, die ebenfalls einer schnellen Umgestaltung bedürfen.
Vom Verfahren her handelte es sich bei der Präsentation, eingeschlossen der Zeichnungen, um die Vorplanung. Detaillierte Nachfragen der Schulausschussmitglieder erschienen daher noch verfrüht. Das vorgeschlagene Konzept geht jetzt zu den Beratungen in die Fraktionen. Auf Antrag der CDU soll parallel ein Verkehrsplaner beauftragt werden.