Ein musikalisches Ereignis

Dank an die Don Kosaken für die Unterstützung. (Foto: Renate Tiffe)

MGV Concordia hatte zum Jubiläumskonzert die Don Kosaken zu Gast

GROSSBURGWEDEL (ti). Ein erwartungsvolles Publikum füllte die Aula das Gymnasiums fast bis auf den letzten Platz. Der MGV Concordia Grossburgwedel hatte aus Anlass seines 155-jährigen Bestehens zu einem Jubiläumskonzert eingeladen.
Und er konnte mit einer besonderen Attraktion aufwarten: mit Auftritten des Original Don Kosaken-Chores. Zum ersten Mal sangen die Männer des legendären russischen Chores, von Serge Jaroff mit den ausgemusterten Grenzsoldaten nach dem Ersten Weltkrieg gegründet, live in Burgwedel.
Nun ist der Concordia- Gesangverein längst nicht mehr das, was er einmal war. Er hatte sich den MGV Germania Wettmar und die Männer vom Liederkranz Fuhrberg zur Verstärkung geholt, so dass etwa 40 Sänger die Bühne betreten konnten. Sie legten Wert darauf, ihre Lieder und Stücke ohne Verstärker darzubringen, was zunächst etwas ungewohnt erschien. Aber mit dem ersten Wein-Lied „Aus der Traube in die Tonne ...“ fassten sie Tritt. Diverse Handys leuchteten auf.
Und dann kamen die Don Kosaken, 15 Männer in der spartanischen schwarzen Montur mit Koppel und den roten Seitenstreifen. Das waren andere Stimmen, gut geschulte aus der Tradition des Chores heraus. Sie brachten klassische Werke und Volksweisen zu Gehör. Viele Solisten traten hervor und wurden gebührend bewundert. Natürlich durften die bekannten Stücke wie „Abendglocken“ und „Kalinka“ nicht fehlen. Das Publikum klatschte begeistert Beifall.
Das Konzert neigte sich seinem Höhepunkt zu, als sich alle vier Chöre auf der Bühne vereinten, die Don Kosaken bescheiden im Hintergrund. „Guten Abend, gute Nacht“ erklang. Aber die Zuhörer mochten sich noch nicht zufrieden geben. „Ich bete an die Macht der Liebe“ sollte dann der Abschluss sein. Aber aus purer Sangesfreude folgten noch zwei kleinere Stücke.
Das gemeinsame Singen war nicht extra geübt worden. Tatjana Mardavi, die Großburgwedeler Chorleiterin, die selbst aus den russischen Sowjetrepubliken stammt, dirigierte die Chöre umsichtig. Wilfried Jäschke, der Vorsitzende des MGV Concordia überreichte ihr als Dank zum Abschluss einen Blumenstrauß.
Verdient hätte ihn auch einer der beiden Dirigenten der Don Kosaken, wie ein Wettmarer Sänger im Nachhinein meinte. Der hochbetagte Wanja Hlibka hatte den russischen Chor 1985 aus der Hand von Serge Jaroff übernommen, der ein Jahr später starb. Hlibka gehörte dem Chor seit 1967 an und beging in diesen Tagen sein 50. Bühnenjubiläum.