Ein halbes Hundert Einsätze 2016

Sie freuten sich über ihre Beförderung: Edgar Kolze (v. l.), Martin Böttcher, Rene Bode, Jens Saupe, Michael Zierau und Volker Hennigs. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Verbeugung vor dem Alterskameraden: Der Stellvertretende Brandabschnittsleiter Volker Kluth (l.) heftete das Niedersächsische Ehrenzeichen für 70-jährige Mitgliedschaft an das Revers von Friedrich Bauche. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Feuerwehr Kleinburgwedel leistete rund 5.000 Dienststunden

KLEINBURGWEDEL (bgp). Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kleinburgwedel hatte Ortsbrandmeister Walter Sonnefeld über 20 Hochwassereinsätze nach mehreren Unwetterereignissen im Vorjahr zu berichten: „Wenn das zunimmt, müssen wir uns in Wasserwehr umbenennen“, merkte er scherzhaft an.
Bedingt durch die unwetterartigen Starkregenfälle im Sommer sei sowohl die Anzahl als auch die Zeit der Einsätze gestiegen. Da die Einsatzstellen beim Hochwasser einzeln aufgelistet wurden, musste die Wehr mit Brandsicherheitswachdiensten und Alarmübung über 50mal ausrücken, insgesamt belaufe sich die Zahl der Einsatzstunden auf 665, so Sonnefeld.
Unter den zwölf Brandeinsätzen befanden sich auch der Großbrand eines Zimmereibetriebes in Fuhrberg und ein Brand in Großburgwedel mittlerer Größenordnung sowie fünf Klein- und fünf Entstehungsbrände.
Dreißigmal rückte die Kleinburgwedeler Feuerwehr zu Hilfeleistungen aus, davon waren die Aktiven bei sechs Verkehrsunfällen im Einsatz. Sonnefeld lobte die reibungslose Zusammenarbeit der Feuerwehren aus dem Stadtgebiet, denn insbesondere bei den vielen Hochwassereinsätzen sei die Kleinburgwedeler Feuerwehr von den Kameraden aus den Nachbarorten Wettmar, Großburgwedel und Fuhrberg tatkräftig unterstützt worden.
Die Mannschaftsstärke sei bei den Einsätzen zufriedenstellend, bis auf wenige Ausnahmen seien die Fahrzeuge voll besetzt gewesen. In der kritischen Zeit am Vormittag sei das jedoch nicht immer der Fall. Da die Mehrheit der Einsatzkräfte außerhalb des Ortes arbeite, sei es nötig, eine große Anzahl Aktiver vorzuhalten, weil eben in den kritischen Zeiten nur 20 Prozent zur Verfügung stünden.
Der Feuerwehrbedarfsplan werde zeigen, ob die Kleinburgwedeler Wehr im Soll sei oder ob man dort aktiv werden müsse. Die Mannschaftsstärke konnte durch Neueintritt, Zuzug und Wiederaufnahme in den aktiven Dienst bereits ausgebaut werden. Trotzdem müssten immer wieder gerade junge Mitbürger zum Dienst in der Feuerwehr motiviert und das Projekt Jugendfeuerwehr im Fokus behalten werden, so Sonnefeld.
Beeindruckend war die Schilderung einer Brandübung am alten Gemeindehaus, die demonstrierte, wie viel Zeit mitunter vergehen kann, bevor ein Brand entdeckt und gemeldet wird. Bis auf den Stadtbrandmeister, seinem Stellvertreter und Jens Saupe wusste niemand von der Übung.
In zwei Badezimmern wurde Heu angezündet und das Fenster gekippt. Mehrere Passanten auf dem Rad hätten wohl geschaut, weil Geruch und Qualm ausgetreten sei, fuhren aber weiter. Selbst Autofahrer hätten gestoppt und ohne Eingreifen ihre Fahrt fortgesetzt.
Ein Feuerwehrmann habe dann doch umgedreht und nach einem Blick in das Haus über den Notruf die Feuerwehr gerufen. Bis dahin seien nach der Brandstiftung über 15 Minuten vergangen, wussten Walter Sonnefeld und Stadtbrandmeister Ingo Motl zu berichten.
Wichtig für die Kleinburgwedeler Ortswehr ist auch der Feuerwehrmusikzug, der durch Mitglieder aus Engensen verstärkt wird. Von den 17 Musikern des Musikzuges sorgte das Gros für musikalische Untermalung der Jahreshauptversammlung. Ortsbrandmeister Walter Sonnefeld kam die Ehre zu, fünf Musikern einen neuen Dienstgrad zu verleihen. Nach erfolgreicher Teilnahme am D1-Lehrgang wurde Kimberly Dauber, Moritz Saupe, Till Rittstieg, Jonas Kurtze und Anke Wöhler-Saupe der Dienstgrad des Oberfeuerwehrmusikers verliehen.
Für besonders lange Mitgliedschaft wurden folgende Alterskameraden geehrt: Friedrich Bauche (70 Jahre), Heinrich Kolze (60 Jahre), Dieter Fiedler (50 Jahre) und Jörg Amelung (40 Jahre). Rene Bode erhielt die Beförderung zum Feuerwehrmann, Michael Zierau zum Oberfeuerwehrmann.
Volker Hennigs wurde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt, Martin Böttcher erhielt den Dienstgrad des 1. Hauptfeuerwehrmannes, während Jens Saupe zum Oberlöschmeister und Edgar Kolze zum Hauptlöschmeister befördert wurden.