„Ein guter Tag für Wettmar“ - der Edeka-Markt hat eröffnet

Gruppenbild mit Damen (v.l.) : Vertriebschef Detlef Matz, Erika Heilmann, Ortsbürgermeister Michael Kranz, Thea Wattenberg und Marktleiter Thorsten Lange. (Foto: Renate Tiffe)

Vollsortimenter mit starkem regionalen und lokalem Bezug

Wettmar (ti). Am Ende ging alles ganz schnell. Die Straßenarbeiten waren abgeschlossen, der großflächige Parkplatz für 90 Stellplätze fertiggestellt. Binnen zweieinhalb Wochen hatte das Einrichtungs-Team im Markt alles an Ort und Stelle gebracht.
Am 20. November konnte der Edeka-Markt an der Engenser Straße planmäßig eröffnet werden. „Es ist ein guter Tag für Wettmar“, sagte der Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann, der im Jahr 2005 (!) als damaliger Ortsbürgermeister das Projekt Verbrauchermarkt ins Rollen gebracht hatte.
Zur offiziellen Eröffnung am Vorabend, zu der die Spitzen von Stadt und Ortsteil sowie die Vertretungen der Wettmarer Vereine geladen waren, erinnerte Bürgermeister Axel Düker an die schwierige Vorgeschichte des Marktes. Die „Nahversorgung Wettmar“ sei mittlerweile zum feststehenden Begriff unter Baufachleuten im ländlichen Raum geworden. Er hoffe, dass dieser Markt kein Einzelfall bleibe. Düker dankte dem Unternehmen Edeka für die Investition. Sie sei für Burgwedel eine wichtige Strukturentscheidung gewesen.
Ortsbürgermeister Michael Kranz betonte, dass die Gründe der Gegner zu respektieren seien. Letztlich müsse aber in einer Gemeinschaft die Mehrheit den Weg angeben. Er sehe den Markt als Stützung des Standortes auch für die anderen Geschäfte. „Wir haben in Wettmar jetzt eine komplette Versorgung“. Kranz griff zugleich weit in die Wettmarer Geschichte und in die des Unternehmens Edeka zurück, als er feststellte, dass nach dem Krieg bereits ein Laden nach Wettmar verlegt worden war.
Ältere Wettmarer erinnern sich noch an den späteren Markt von Cramer, bevor NP dort einzog. Den Nachfahrinnen der ersten Geschäftsleute, Erika Heilmann und Thea Wattenberg überreichte der Ortsbürgermeister Blumensträuße. Zuvor hatte Vertriebschef Detlef Matz von der Edeka Minden-Hannover nach seiner Eröffnungsrede einen Scheck in Höhe von 2000 Euro für den Heimatverein an Joachim Ristenpart übergeben.
„Hallo Wettmar“ begrüßte der Marktleiter Thorsten Lange die anwesenden Gäste. Seit 38 Jahren ist der 53-Jährige in der Branche tätig. Schon sein Vater hatte eins des genossenschaftlichen Geschäfte von Edeka in Hannover Ricklingen betrieben. Ihm mache es Spaß, wieder einen Laden anzuschieben, erklärte er. Jetzt gehe es richtig los in Wettmar.
25 Mitarbeiter, darunter alle aus dem NP-Markt, der am 19. November geschlossen hat, und eine Auswahl von 13.500 Produkten steht bereit, um die Kunden von dem Angebot eines modernen Verbrauchermarktes zu überzeugen. Die großzügige Obst-und Gemüseabteilung gleich gegenüber dem Eingang mit Produkten aus der Region vermittelt den Eindruck von Frische und Qualität. Er setzt sich an den Bedientheken für Fleisch, Wurst und Käse fort, die eine ganze Seite des quadratischen Raums ausfüllen. Der sogenannte Frostbereich mit den Kühlregalen gegenüber gibt seine Abwärme an die Fußbodenheizung der Verkaufsfläche weiter. Es ist also ein höchst innovatives und effizientes Energiekonzept, das in dem neuen Markt zur Anwendung kommt.
Übersichtlich ist die Marktfläche gestaltet mit den breiten Gängen, den nicht zu hohen Regalen und den zahlreichen Hinweisschildern. Eine beinahe heimelige Atmosphäre ist wahrnehmbar, unterstützt durch das herbstliche Bild der Kirche neben dem Kassenbereich und die Mühlenmotive im Café neben der Backstube. Dort lädt auch ein Bücherschrank zum Tausch „ausgelesener“ Bücher ein.
Viele weitere Elemente machen den lokalen Bezug aus. Viel beachtet wurde das große Wettmar-Schild über dem Eingang. - Und der bekannte Mühlenschnaps ist im neuen Markt nun ständig zu haben, wie Felix Bartels vom Heimatverein freudig vermerkte.
Am ersten Tag war der Markt so wie immer schon ab sieben Uhr geöffnet – wohl etwas zu früh für die vielen Neugierigen, die sich dann später einstellten und nicht selten mit vollen Einkaufswagen davon zogen. Das Urteil einer Käuferin mag für viele gelten: Es ist einfach wunderbar, den Markt hier zu haben.