„Ein Fehler im System, dass niemand von den Plänen wusste“

Burgwedels Ehrenbürger Dr. Karsten Hoppenstedt schlug vor, eine Fläche für den Krankenhausneubau auszuweisen. „Dann fällt auch die für Burgwedel richtige Entscheidung“. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Ehrenbürgermeister Karsten Hoppenstedt: „Eine geeignete Fläche anbieten“

GROSSBURGWEDEL (hhs). Dr. Karsten Hoppenstedt ist Ehrenbürger der Stadt Burgwedel. Er hatte lange Jahre die Geschicke der Gemeinde Burgwedel erfolgreich als Bürgermeister geleitet.
Am Montagabend war er zum ersten Mal seit seinem Abschied aus dem Amt als Besucher in die Ratssitzung gekommen. In der Einwohnerfragestunde ergriff er das Wort, um an einige Dinge in Bezug auf das Krankenhaus in Großburgwedel zu erinnern.
„Wo liegt der Fehler im System, dass niemand, auch kein Bürgermeister, von den Schließungsplänen wusste?“, leitete Dr. Karsten Hoppenstedt seinen Beitrag ein. Gibt es keinen gültigen Krankenhausbedarfsplan, nach dem sich das KRH richten muss?“ Vor 40 Jahren sei die Situation für die Gemeinde Burgwedel ähnlich gewesen. Damals habe sich das Krankenhaus im jetzigen Rathaus befunden. Der Landkreis wollte eine neue Klinik bauen und liebäugelte mit dem Standort in Burgdorf.
In dieser Situation habe sich die Gemeinde Burgwedel dazu entschieden, offensiv vorzugehen und dem Landkreis eine geeignete Fläche zum Neubau eines Krankenhauses in Großburgwedel angeboten. Heinz Tristram habe damals für den Kauf gesorgt und mit seinem großem Einfluss erfolgreich zur Verfügung gestellt. „Wir haben das damals ganz systematisch vorbereitet“, so Dr. Karsten Hoppenstedt.
Er riet dem Stadtrat, vorbeugend eine geeignete Fläche im Flächennutzungsplan für den Neubau eines Regionsklinikums auszuweisen und vorzuhalten. „Dann machen Sie der Region ein Angebot, zum Beispiel den Tausch dieser Fläche gegen die im Amtspark. Machen Sie das mit dem Grundstück klar, dann fällt auch die für Burgwedel richtige Entscheidung“.
Hoppenstedt führte anschließend im Gespräch mit dieser Zeitung, man solle eine Fläche von etwa 50.000 Quadratmetern anbieten. Erhalte die Region diese im Tausch, ohne noch obendrauf zu legen, dann könne sie auf dem kommunalen Kapitalmarkt schon einen sehr großen Teil der anfallenden Baukosten von geschätzten 150 Millionen Euro für die neue Klinik absichern. Bürgermeister Axel Düker erklärte vor dem Rat, dass die Verwaltung über diese Option schon nachgedacht habe.