EdelMut spendet 10.000 Euro nach nur einem halben Jahr

Große Freude bei Kita-Leiterin Susanne Schauwenz-Köhne (3.v.l.), als sie die 3.600 Euro-Spende von Friedrich Engeling, Heidrun Zeilbeck und von Hannelore Skrawa (rechts), die noch einige Kleinigkeiten mitgebracht hatte, erhielt. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Zuwendungen für die St. Petri-Krippe und die „Arche“

GROSSBURGWEDEL (hhs). „EdelMut lebt und ist erfolgreich“, begrüßte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes der St. Petri-Gemeinde in Großburgwedel Friedrich Engeling die Gäste in der neuen Krippe des kirchlichen Kindergartens. Anlass war die erste Ausschüttung der Überschüsse des im November eröffneten Secondhandgeschäftes EdelMut in der Von-Alten-Straße. 3.600 Euro erhält die Krippe. Es sei schon beachtlich, fuhr Engeling fort, dass die erste Ausschüttung schon nach einem halben Jahr möglich werde.
Auch die St. Paulus-Gemeinde in Langenhagen erhalte 3.600 Euro als Beitrag zu einer notwendigen Renovierung und auch die „Arche“, der kirchlich geführte Kindergarten in Altwarmbüchen erhalte 3.600 Euro zur Finanzierung eines Freiwilligen Sozialen Jahres.
Rund 10.000 Euro insgesamt an Spenden, dazu noch die notwendigen Rückstellungen und Rücklagenbildung für „schlechtere Zeiten“, wie es Engeling ausdrückte, das alles stehe für eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, für die Heidrun Zeilbeck und ihre 51 freiwilligen Mitarbeiterinnen in EdelMut gesorgt hätten.
Susanne Schauwenz-Köhne, die Leiterin der St. Petri-Kita bedankte sich sehr für diese Spende. Damit wurden für die neue Krippe ein Spielhaus und eine Nestschaukel für das Freigelände angeschafft. Die beiden Spielgeräte sind schon vor Ort, können aber noch nicht aufgestellt werden. „Solange die Dachdecker hier noch arbeiten, macht es keinen Sinn, das Freigelände weiter herzurichten“, so die Kita-Leiterin. Im Budget seien Sandkiste und Rollrasen enthalten, nun aber werde das Angebot an Spielgeräten für die ganz Kleinen deutlich aufgewertet.
Das EdelMut-Projekt war eine schon lange gehegte Idee des Kirchenkreisamtes und der St. Petri-Gemeinde. Das Geschäft soll hochwertige Secondhandbekleidung, Bücher und Antiquitäten anbieten. Jeder Interessent kann Bekleidung bei EdelMut abgeben. Die Ware wird begutachtet und wenn sie dem EdelMut-Konzept entspricht, gelangt sie in den Verkauf, der über ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisiert ist.
Bekleidungsstücke, die den hohen Anforderungen nicht genügen, werden je nach Zustand und Beschaffenheit in andere Sammelkreisläufe für Altkleider angegeben. „Nichts wird bei uns weggeworfen“, sagte Heidrun Zeilbeck. „Was sich überhaupt nicht mehr zur weiteren Nutzung als Kleidung eignet, kommt in die Sammlungen zur Wiederverwertung als Spinnstoffe“.
Ziel der Arbeit der Ehrenamtlichen bei EdelMut ist es, Überschüsse für die Unterstützung kirchlicher Einrichtungen im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen zu erwirtschaften. Das sei im ersten halben Jahr des Bestehens auf eindrucksvolle Weise gelungen.
Aber EdelMut wolle auch ein Ort der Kommunikation sein, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Die Möglichkeiten, dort seinen Kaffee im zwanglosen Rahmen zu genießen, hätten sich bewährt. Nun habe man mit der Stadt Burgwedel einen Weg gefunden, auch den Raum vor dem Ladengeschäft zum Verweilen bei Kaffee aus fairem Handel nutzen zu können. EdelMut sei auf dem besten Weg, sich in vieler Hinsicht zum Treffpunkt zu entwickeln.