DRK muss Bulgarienhilfe 2013 umstrukturieren

Rahmenbedingungen zwingen Rotkreuzler zu neuen Konzepten

GROSSBURGWEDEL (r/hhs). Im DRK-Ortsverein Burgwedel e.V. herrschte während der Sommerferien rege Betriebsamkeit. „Eine Sommerpause können wir uns dieses Jahr nicht leisten“, kommentiert Hans-Dieter Warda, 1. Vorsitzender des Vereins, die Sitzungsdichte im DRK-Zentrum im Ehlbeek. In den vergangenen Jahren startete die Vorbereitungsphase für die Weihnachtsaktion erst nach den Sommerferien. In der Aktion für das Jahr 2013 steht der Verein jetzt vor einem großen Umbruch. Der DRK Kreisverband Hameln ist nach über zehn Jahren aus dem Projekt ausgestiegen. Neben finanziellen Gründen war das Projekt der Hamelner auf die 10 Jahre beschränkt, die jetzt ausgelaufen sind.
Auch die Burgwedeler sind zu Sparmaßnahmen gezwungen. Hatte anfangs noch ein großer Automobilhersteller einen LKW für den Transport zur Verfügung gestellt, war dies in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr möglich. Es konnte zwar ein Fahrzeug des Regionsverbandes genutzt werden, die entstandenen Reparaturen und für die Fahrt notwendige Ausstattung mussten vom Ortsverein getragen werden. Die ansteigenden Benzinpreise und Mautgebühren sorgten weiter für einen Anstieg der Logistikkosten. Zusätzlich haben die Burgwedeler immer wieder Probleme gehabt, Fahrer mit einer entsprechenden Fahrerlaubnis für die notwendigen zehn Tage vom Arbeitgeber freizustellen.
Derzeit arbeitet eine Arbeitsgruppe daran, alle anstehenden Probleme zu lösen. Der Transport der Geschenke mittels Spedition und die noch engere Einbindung von Helfern vor Ort werden geplant. „Dass es in unserer Partnerschule Weihnachten keine Geschenke gibt, ist im Mo ment keine Option für uns“, unterstreicht Warda noch einmal. Er war selbst schon zweimal in Bulgarien und hatte das hohe Engagement der Lehrer vor Ort bewundert. Mit der Unterstützung der Burgwedeler hatte das DRK in den vergangenen Aktionen jeweils ca. 1100 Geschenke eingesammelt, transportiert und verteilt.
Neben der Weihnachtsaktion unterhält das DRK Burgwedel noch eine Schulspeisung in der Grundschule von Aleko für 25 Kinder. Dieses Projekt ist durch Essenpatenschaften noch für ein Jahr gesichert. In den Jahren 2011 und 2012 war außerdem ein Spiel- und Esszimmer für die Kinder gestaltet worden. Die Weihnachtsaktion stellte für die DRKler auch immer die Möglichkeit dar, alle Projekte zu kontrollieren und zu dokumentieren. „Mit unserer Präsenz vor Ort und der Bericht- erstattung haben wir uns in der Bevölkerung ein hohes Vertrauen erarbeitet“, berichtet Warda und hofft, dass bei den Weihnachtsfeiern in Bulgarien wieder die Wünsche aus unserer Stadt viel Freude bereiten.