DRK-Helfer kämpften sich durch Eis und Schnee

Keine Pause für Eckehard Misch. Nach drei Tagen Fahrt müssen die Hilfsgüter sortiert werden. Das Krankenhausteam aus Bulgarien hilft. (Foto: DRK Burgwedel)

Hilfsgüter sind rechtzeitig in Bulgarien eingetroffen

BURGWEDEL (r/bs). So hatten sich die beiden Rot-Kreuz-Helfer Eckehard Misch und André Askamp die Fahrt nach Bulgarien nicht vorgestellt. „Wir sind ja Schnee auf dieser Fahrt gewohnt, dieses Jahr waren wir allerdings froh, die anderen DRK-LKWs im Schneetreiben überhaupt noch erkennen zu können“, beschreibt Askamp den Transport.
Trotz Schneckentempo und mehreren kritischen Situationen erreichte der Transport nach 3 Tagen Fahrt sein Ziel im 2700 km entfernten Pazardzhik in Bulgarien.
Zum Ausruhen blieb den DRKlern allerdings keine Zeit. Nach herzlichem Empfang durch die bulgarischen Rotkreuzpartner vor Ort wurden auch schon die ersten Hilfsmittel auf dem LKW sortiert und verteilt. Die Weihnachtsgeschenke mussten für die verschiedenen Termine der Weihnachtsfeiern vorsortiert werden.
Eines der ersten Ziele war dieses Jahr das öffentliche Krankenhaus in Pazardzhik, zu dem die Burgwedeler von Beginn der Aktion an einen guten Kontakt pflegen. Dr. Dimitar Savov, ein Kardiologe aus der Klinikleitung, hat in Deutschland studiert und spricht daher fließend Deutsch. „Wir wissen gar nicht, wo wir unser Geld zuerst investieren sollen“, beschreibt er seine alltäglichen Probleme. In den oft baufälligen Gebäuden fehlt von der Isolierung bis zur ordentlichen Heizung fast alles. So muss oft in ganz grundlegende Dinge, wie z.B. in ein neues Fenster investiert werden, bevor die medizinische Ausstattung erneuert wird. Umso größer war die Freude, dass dieses Jahr ein Ultraschallgerät, gespendet von der Landarztpraxis Neuwarmbüchen, für die gynäkologische Abteilung im Gepäck war.
Mithilfe des Regionsverbandes konnte das Team eine Sachspende aus Babyflaschen, Spieluhren und Beißringen organisieren. Jedes Kind, das aus armen Verhältnissen stammt und im öffentlichen Krankenhaus geboren wird, bekommt jetzt ein Care-Paket. Die Zusammensetzung folgt immer dem jahrelangen Prinzip der Aktion - etwas Nützliches mit der Trinkflasche, aber auch etwas Herzliches, in diesem Fall eine Kuschelspieluhr, mitzubringen. Für Askamp und Misch bleibt keine Zeit zum Ausruhen. Die Helfer hatten kurze Nächte, denn am nächsten Tag wurde wieder gepackt und verteilt, bevor es auf den Rückweg nach Hause ging.