Drei Tage volles Schützenfest-Programm

Ein Ehrentänzchen für den Bürgerkönig Carsten Languth. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)
 
Marvin (vorne l.) und Maurice Velasco zeigten am Krökeltisch, wie Tischfußball funktioniert. Anschließend gelang es dem einen oder anderen Gast auch, den Ball im Tor zu versenken. (Foto: Bettina Garms-Polatschek)

Gutes Wetter, beste Stimmung und tolle Umzüge zum Schützenfest

GROSSBURGWEDEL (bgp). Drei fröhliche Tage hatte der Schützenverein Großburgwedel mit seinen Gästen am vergangenen Wochenende auf dem Volks- und Schützenfest verbracht. Die Schützen hatten für dieses Jahr nicht nur traditionelles aufzubieten, sondern punkteten auch mit Neuerungen, die sie im vergangenen Jahr erstmalig eingeführt hatten. Vom Open-Air-Gottesdienst bis Krökelturnier, Party mit Livemusik und prächtigen Umzügen war alles dabei, was das Herz begehrt.

Einen feierlichen Auftakt des Schützenfestes bildete der ökumenische Gottesdienst auf der Rathausterrasse. Nach der Begrüßungsansprache gaben die Majestäten und Ritter des Vorjahres ihre Ketten zurück und bekamen einen Erinnerungsorden überreicht. Der Musikzug der Feuerwehr Großburgwedel sorgte dabei für musikalische Begleitung. Nach einem kleinen Umtrunk ging es dann zum Festzelt, dort wurde die offizielle Eröffnung des Schützenfestes verkündet. Nach dem Kommers und der Proklamation der Könige wurde bis tief in die Nacht getanzt und gefeiert.

Das schien der Stimmung am nächsten Mittag keinen Abbruch getan zu haben, gut gelaunt und frisch marschierten die Schützen vom Treffpunkt Am Markt durch den Ort, um die Schützenscheiben bei bestem Wetter auszutragen. Zunächst ging es zum Kinderkönig Emanuel Kaleta zum Anbringen der Scheibe. Große Freude herrschte auch bei Carsten Langguth, der sich in diesem Jahr erfolgreich an der Bürgerkönigsscheibe versucht hatte. Eigentlich habe Languth gar nicht vor gehabt, darauf zu schießen, erklärte Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller in seiner launigen Rede beim Ausbringen der Scheiben. Da dessen Kinder bereits mehrfach die Kinderkönigsscheibe errungen und auch in diesem Jahr wieder am Schießen teilnehmen wollten, habe sich Languth zum allerersten Mal während der Wartezeit doch einen Satz Scheiben für das Bürgerkönigsschießen geholt: „Hut ab und noch einmal meinen herzlichsten Glückwunsch für das super Schießergebnis von 29 Ring“, gratulierte Fortmüller.

Das Resultat konnte sich in der Tat sehen lassen und machte Carsten Languth zum besten Schützen für die Bürgerkönigsscheibe, die er dem eigentlichen Favoriten Jörn Neber damit abgejagt hatte. Der musste sich mit dem Titel 1. Ritter zufrieden geben und dem Ortsbürgermeister beim Anbringen der Schützenscheibe an der Halle des Bürgerkönigs assistieren. Diese Aufgabe übernahm Neber nach eigenen Worten jedoch sehr gern, allerdings sei ihm als Feuerwehrmann etwas unwohl, mit dem Rücken an der Wand auf der Leiter zu stehen, fuhr er bei seiner Rede scherzhaft fort. Nach der „Taufe“ der Scheibe mit frisch gezapftem Bier gab es ein Ehrentänzchen zu den Weisen des Großburgwedeler Musikzuges der Feuerwehr. Danach ging es weiter zur nächsten Station, um die Scheibe des Jungmannenkönigs bei Florian Alexander Feyerabend anzubringen und zu guter Letzt die Königsscheibe bei Schützenkönigin Marina Wruck.

Unterdessen lief gegen 15.00 Uhr auf dem Festzelt das Krökelturnier mit den Brüdern Velasco an. Der amtierende Krökelweltmeister im Doppel (Herren) Marvin Velasco forderte gemeinsam mit seinem Bruder Maurice (Deutscher Meister der Junioren) die Besucher heraus. Viele schöne Preise warteten auf die Gäste, die es schafften, wenigstens ein Tor gegen die Brüder zu schießen. Der Spaß am Spiel war auf jeden Fall dabei, als es hoch her ging im Kampf um den Ball. Am Abend sorgte die Band "That´s why" und ein DJ für Superstimmung auf dem Zelt.

Am Sonntagnachmittag traf sich die Schützengesellschaft zum großen Ausmarsch im Amtspark. Bunt und lustig ging es bei dem Umzug durch die Innenstadt von Großburgwedel zu. Prächtige Uniformen und Kostüme sowie vier Spielmannszüge sorgten für Augen- und Ohrenschmaus in den Straßen, die von Zuschauern gesäumt waren. Die Kinder des Schwimmvereins Großburgwedel trugen lustige Pool-Nudeln, die Cheerleader wedelten fröhlich mit ihren Glitzerpuscheln. Der lustige Löschzug sorgte für eine kleine Erfrischung mit seiner Wasserspritze, die Senioren des MGV Concordia genossen die Aussicht von ihrem Festwagen aus auf die Zuschauer. So ging es quer durch die Ortschaft bis der Zug auf dem Festzelt angekommen war. Für die Gäste gab es danach noch ein Platzkonzert, während die Kleinen sich auf dem Festplatz fröhlich im Karussell drehten. Die größeren Besucher erprobten beim Autoskooter ihre Fahrkünste oder schossen mit dem Luftgewehr, um einen schönen Gewinn zu erzielen. Hinterher spendierten manche Eltern leckere Zuckerwatte und eine kalte Limonade für ihre Kinder oder traten gut gerüstet mit Lebkuchenherz und Teddybär den Heimweg mit ihren kleinen Sprösslingen an.